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Schweiger schimpft weiter: „Fernsehen trägt Teil dazu bei, dass Leute so abgestumpft sind“

Til Schweiger gibt der deutschen TV-Landschaft eine Mitschuld an der rechten und Hass-Kultur im Netz. Nachdem sein Facebook-Profil am Wochenende von einer ausländerfeindlichen Kommentarwelle überschwemmt worden war, äußerte sich Schweiger im „Nachtmagazin“. Das deutsche TV mache die Menschen phantasielos, so Schweiger.

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„Es gibt wohl offensichtlich mehr Menschen mit sehr rechtem Gedankengut, als uns lieb ist“, antwortet der Schauspieler und Filmemmacher auf die Frage, was das für eine Welt sei, in der sich Internet-Nutzer „austoben“. Viele Leute würden vergessen nachzudenken, „weil sie keine Phantasie haben und in irgendwelchen Reality Shows sehen, wie sich stumpfe Leute gegenseitig beleidigen, heruntermachen und dissen.“ Welche Formate der 51-Jährige konkret meint, erläutert er nicht sondern bleibt allgemein: „Das deutsche Fernsehen trägt seinen Teil dazu bei, dass Leute so abgestumpft sind.“

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Mit der Abgestumpftheit meint Schweiger die Hass-Kultur im Netz, die er am Wochenende selbst erfahren hat. Nachdem er einen Spendenaufruf für Flüchtlinge in Hamburg geteilt hatte, äußerten sich jede Menge Nutzer verständnislos. Viele davon sonderten auch rechtes Gedankengut ab. Schweiger selbst wurde vorgehalten, immer nur zu Spenden aufzurufen, ohne selbst einen Beitrag zu leisten.

Aufrufe wie den vom Wochenende wolle er in Zukunft aber nicht unterlassen, erklärte Schweiger im „Nachtmagazin“ weiter. Genau dies sei es, was die Kritiker erreichen wollten und nicht im Sinne der Demokratie sei.

Die Spendenaktion, die das Hamburger Abendblatt organisiert hatte, war ein voller Erfolg. Eigenen Angaben zufolge kamen mehrere tausend Leser, um Sachspenden für Flüchtlinge zu geben. Die Aktion hatte Schweiger auf Facebook supported, weil ihn ein 12-jähriges Mädchen darum gebeten habe.

(ms)

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