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Zu wenig „Marketing-Wumms“, zu wenige Abos: Substanz legt unbefristete Pause ein

Substanz-Macher: Georg Dahm und Denis Dilba

Substanz gehörte zu den ambitioniertesten und spannendsten deutschen Online-Journalismus-Projekten des vergangenen Jahres. Via Crowdfunding stellten Georg Dahm und Denis Dilba das Wissenschaftsmagazin auf die Beine, das mit einem maximalen Qualitäts-Ansatz eine Netz-Alternative zu Geo, National Geographic & Co. werden wollte. Jetzt verkünden die Hamburger allerdings eine unbefristete Pause.

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Ab dem 13. Juli wollen die Macher erst einmal keine neuen Beiträge mehr online stellen. Denn einen Betrieb des Startups in der jetzigen Form können sie sich nicht mehr leisten.

So wollen Dahm und Dilba erst einmal „in Klausur gehen“. „Es gibt eine Menge Wege, die wir einschlagen können. Wir sprechen mit möglichen Partnern, wir denken nach über neue Geschäftskonzepte und alternative Finanzierungsmodelle. Wir haben viele Ideen“, heißt es in einem Blogposting.

Auch den Grund für die Pause erklären die Hamburger: „Leider haben unsere Rest-Kapazitäten nicht ausgereicht, um den nötigen Marketing-Wumms zu entfalten. Sprich: Wir bekommen derzeit nicht die Abo-Wachstumskurve hin, die wir brauchen, um auf Dauer unsere Produktionskosten zu decken.“

Als Substanz im März 2014 startete, war es die damals erfolgreichste Crowdfunding-Kampagne im deutschen Journalismus. Rund 600 Förderer haben insgesamt 37.000 Euro investiert. Die Idee der Macher war damals wie heute: „Wissenschaft im Netz ganz anders zu erzählen“. Jede Geschichte sollte „von Anfang an konsequent und ausschließlich für den Bildschirm gedacht“ werden. Zudem wollten sie ihre Arbeit nicht verschenken, „sondern vom ersten Tag an Geld dafür nehmen.“

Tatsächlich gehörte die Möglichkeit des Scheiterns schon immer zum Konzept des Zwei-Mann-Startups. Immerhin nannten Dahm und Dilba ihr Unternehmen Fail Better Media.

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