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Dürfen die das? Titanic nimmt die Rezeption der Germanwings-Katastrophe satirisch aufs Korn

Die Titanic macht sich in ihrer aktuellen Ausgabe ausführlich über die Aufarbeitung der Germanwings-Katastrophe lustig. U.a. wird eine Parodie auf das Lufthansa-Magazin präsentiert- Titelthema: „Angenehm flach: Ostfriesland“. Dürfen die das? MEEDIA meint: Auf jeden Fall!

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Im Innenteil gibt es einen Maßnahmenkatalog für „noch mehr Sicherheit“. U.a. „Motivationsposter im Crew-Bereich“, „Toilettenschüsseln als Pilotensitze“, „Zweitschlüssel unter der Kabinenfußmatte“ und „Cockpit-Clowns auf jedem Flug“. Im Editorial werden Lufthansa-Chef Carsten Spohr die Worte in den Mund gelegt: „Jetzt lehnen Sie sich bitte zurück und seien Sie ganz entspannt, wenn wir Sie mit 800 Sachen zehn Kilometer über dem Ozean in einer engen Metallröhre durch antarktische Temperaturen schießen.“

Außerdem gibt es Sicherheitshinweise im Falle eines psychischen Ausnahmezustands und das unentbehrliche „Formular für den Fall der Fälle“.

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Auch unter den abgelehnten Titel-Vorschlägen war der Germanwings-Absturz.

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Was bei manchen Zeitgenossen die Frage aufwerfen könnte: Dürfen die das und ist das etwa geschmacklos? Hier die definitiven Antworten: Ja, die dürfen das und, nein, es ist nicht geschmacklos. Weder verhöhnt Titanic die Opfer noch ihre Angehörigen. Die Witze der Satiriker zielen nämlich gar nicht auf das Unglück selbst, sondern auf die Aufarbeitung der Katastrophe durch Medien, Fluggesellschaften und Öffentlichkeit.

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