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“Man kann nach Herzenslust scheiße finden und besser wissen”: Krawall-Kolumnist Deniz Yücel verlässt die taz

Selbst für taz-Verhältnisse konnte kaum jemand mit so viel Lust provozieren und den verbalen Rotzlöffel raushängen lassen, wie Deniz Yücel. Bei der Tageszeitung schrieb er die wohl polemischte, lustigste und manchmal meistdiskutierte Kolumne und gehörte zum Seite Eins-Team. Jetzt ist für Yücel bei der tageszeitung allerdings Schluss. In seiner neuesten Kolumne nimmt er Abschied.

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In seinem letzten taz-Text beschäftigt sich der Journalist des Jahres (Sonderpreis) von 2014 noch einmal grundsätzlich mit seinem Job. Für ihn ist es das Wunderbare an diesem Beruf, dass “man dabei helfen kann, die Dinge zu ordnen und zu verstehen. Weil man immer wieder in fremde Welten eintauchen und seine Leser dorthin mitführen kann. Weil man Dinge formulieren kann, über die andere Menschen sagen: ‘Sie haben meine Gedanken auf den Punkt gebracht’. Oder gar: ‘Sie haben Worte für meine Gefühle gefunden’.“ Zudem genießen Journalisten noch ein Privileg: “Man kann, wie es Stefan Ripplinger einmal formulierte, nach Herzenslust scheiße finden und besser wissen.”

Vor allem für seinen Hass schätzten viele Leser Yücel. Spätestens dank einer Presserats-Rüge wurde der Berliner auch über den taz-Kosmos hinaus berühmt. Er hatte geschrieben, dass man Thilo S. (Sarazin) nur wünschen könne, dass „der nächste Schlaganfall sein Werk gründlicher verrichtet“. Die Medienwächter sahen darin einen Verstoß gegen den Pressekodex.

Zum Abschluss schreibt er nun: “Ich gehe in Demut vor einer Zeitung, die in ihren besten Momenten eine der besten der Welt sein kann. Ich gehe in Dankbarkeit für eine aufregende Zeit, in freundschaftlicher Verbundenheit zu vielen Kolleginnen und Kollegen, und mit Respekt für die verstorbenen taz-Autoren Christian Semler und Klaus-Peter Klingelschmitt.“

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Update (Mittwoch, 1. April):
Wie Kress.de berichtet, soll Yücel Türkei-Korrespondent für Springers Welt werden.

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Alle Kommentare

    1. Ich glaube mittlerweile, dass meedia durch einige Verschwörungs- und Lügenpresse-Foren geistert. daher kommen auch diese Kommentatoren. Senora Petra wird immer mutiger bei der Wortwahl …

      1. Es tut weh oder? So weh! Es muss was tiefsitzendes sein. Ist ihre Tochter mit einem “Quoten-Ali” nach hause gekommen, ja? Oder gar Ihr Sohn?
        Sitzen Sie seit Jahren zuhause, von dieser fiesen Welt abgehangen? Isoliert? Ohne Aufstiegschancen?

        Nehmen Sie es hin! Ihre Zeit ist vorbei. Ihr werdet einfach abgehnagen. da könnt ihr dresden spazieren bis der Arzt kommt. Ihr seid kulturell, gesellschaftlich, wirtschaftlich….weg vom Fenster!

      2. Klar war die Zeit damals leichter für Menschen, wie Sie. Alles war einfacher, weniger vielfältig. Man konnte leichter Schwarz-Weiß-Denken

        “Grünlinks” ist eine Beschimpfung, die sich ihr Millieu ausgedacht hat, um wieder Schwarz-Weiß-Denken zu können. Aber ich sag ihnen mal was: Jeder ist fähig seinen Horizont zu erweitern.
        Eine ältere Dame aus meinem näheren Umfeld hat mit 80 erst kapiert, dass es eben kein Makel ist schwul sein. Ich will Ihnen damit sagen: auch Sie können Ihren Horizont erweitern gegenüber Ausländern, Andersdenkenden etc.

        Ich seh ganz sicher nicht als “Herrenmensch” auf Sie herab. Sie sind für mich einfach nur reaktionär, verbohrt, rassistisch. Aber ganz sicher keine Rasse 🙂

    2. Zerstört das ihre heile Welt der grünroten Gesinnungsdiktatur? Lesen sie doch weiter Systempresse, die Welt ist schön da.. EU nennt man dort Europa und Deutschland beglücken nur Facharbeiter , wir profitieren vom Euro, Putin böse, USA toll und wer das alles nicht glaubt ist Verschwörungstheoretiker und wenn es nach der EU-Diktatur geht, dann werden die bald noch weggeschlossen, blödes Volk, was denken kann, stört doch nur, die sollen LeiDmedien lesen und sich gut fühlen.. MEEDIA ist gut, weil hier das ganze Spektrum zu Wort kommen darf, nicht nur in den Kommentaren

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