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Marktstart: Fünf Millionen Apple Watches liegen bereit

Viel Marketingaufwand, wenig Käufer: Die Apple Watch bleibt stark unter den Erwartungen zurück

Apple-Fans träumen vom iCar, doch was ist eigentlich mit der Apple Watch? Wie das Wall Street Journal erfahren haben will, hat Apple bei Zulieferern fünf Millionen Exemplare für das erste Quartal geordert. Allerdings: Der Anwendungsumfang der Apple Uhr ist in der ersten Generation wohl schlanker als erhofft – viele Fitness-Features wurden demnach in letzter Minute gestrichen.

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Der Trommelwirbel hallt weiter nach: Eine Woche ist es her, als Tim Cook auf der Investorenkonferenz von Goldman Sachs für die neue Produktkategorie aus Cupertino warb. „Die Leute werden überrascht sein, was man mit der Apple Watch alles anstellen kann“, lockt der Apple-Chef Investoren. „Ich glaube, Sie werden nicht mehr ohne sie leben können“, verbreitete Tim Cook Optimismus, der nun auch in Zahlen dokumentiert wird.

Wie das Wall Street berichtet, hat der iKonzern bei Zulieferern fünf bis sechs Millionen Exemplare der Apple Watch zur Belieferung zum Marktstart in Auftrag gegeben – mehr als die Hälfte davon entfielen auf die günstige Sport-Variante mit Plastik-Armband.

Steve Wozniak: „Millionen Kunden werden die Uhr gleich kaufen“

Setzt Apple im ersten Verkaufsquartal tatsächlich so viele Einheiten ab wie bestellt , würde das wertvollste Unternehmen der Welt deutlich die Startverkäufe seiner letzten Produktkategorie toppen. Vor fünf Jahren hatte Apple im Dreimonatszeitraum von April bis Juni 2010 3,2 Millionen iPads abgesetzt.

Apple-Mitbegründer Steve Wozniak äußerte sich unterdessen optimistisch zum Marktstart. „Apple hat so viele gute Produkte auf den Markt gebracht, dass jeder, der ein Apple-Produkt besitzt, die Apple Watch kaufen wollen wird. Das bedeutet, Millionen Kunden werden die Uhr gleich zum Start kaufen. Damit ist schnell die kritische Masse erreicht“, erklärte „Woz“ der BBC.

Angela Ahrendts hübscht Store für Apple Watch-Launch auf

Um die Begehrlichkeiten zum Verkaufsstart weiter zu schüren, soll Apple Store-Chefin Angela Ahrendts die luxuriösen Warenhäuser zum Launch einer optischen Überholung unterziehen und um Sitzecken und Vitrinen ergänzen. Allerdings mussten die Store-Mitarbeiter, die bereits für den Verkauf geschult werden, in den vergangenen Wochen wohl noch einmal bei Präsentation der Apple-Uhr umdenken.

Abgesehen von den neuen Kommunikationsmöglichkeiten sollte die Apple-Uhr als Fitnesstracker zum Einsatz kommen. „Wenn Sie eine Stunde gesessen haben, weist die Apple Watch darauf hin“, erklärte Cook noch vor einer Woche ein Nutzungsszenario.

Fitness-Features angeblich in letzter Minute gestoppt

Wie das WSJ nun jedoch berichtet, sind zahlreiche Anwendungen, die für den Gesundheitsbereich gedacht waren, in letzter Minute zur Veröffentlichung gestrichen worden – darunter ein Blutdruckmesser, ein Herzaktivitätsmesser und ein Sensor für Stress.

„Wofür ist die Apple Watch nun eigentlich gedacht“, stellt das Murdoch-Blatt die Frage, die dem Bericht zufolge selbst Apple-Manager weiter umtreibt. „Ein bisschen von allem“, kolportiert das WSJ die Antwort. Ob ein Anwendungsmix ohne klaren Fokus reicht, um sich von den anderen Smartwatches abzuheben, werden Käufer in den USA schon in zwei Monaten entscheiden.

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