Mit Ironie gegen Trolle: Facebook-Kommentare der Welt haben mittlerweile eigene Fan-Seite

Ironie hat bei Springer schon eine gewisse Tradition: Seit vielen Jahren ist sie die bevorzugte Waffe des Bild-Chefredakteur Kai Diekmann in Debatten mit Bild-Kritikern. Jetzt setzt auch die Welt, in Diskussionen mit Online-Trollen und bei den ständigen „Lügenpresse“-Vorwürfen, ganz gezielt auf das Stilmittel. Das kommt so gut an, dass die Welt-Antworten bereits eine eigene Fan-Seite bei Facebook haben.

Seit Martin Hoffmann als neuer Social-Media-Redakteur vom MDR zu Springer wechselte setzt die Tageszeitung ganz bewusst auf Humor als Waffe gegen Online-Trolle und die ständigen immerwährenden Vorwürfe von Verschwörungstheoretikern. In der taz erklärt er seine Methode: Da helfe nur, Einträge wortlos zu löschen oder Intensivtätern „das Gefühl zu vermitteln, dass sie nicht gewollt sind“.

Tatsächlich genießen die flapsigen, frechen, intelligenten und fast immer lustigen Antworten der Welt-Redakteure bei Facebook längst einen gewissen Kult-Charakter. Das brachte ihnen jetzt die passende Ehre einer eigenen Fan-Seite bei Facebook ein. Die Gruppe „Fans des gleichgeschaltet-ironischen Journalistenzirkels“ feiert die Kommentararbeit des Social-Media-Teams.