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„Euch stellen wir an die Wand“ – Medien berichten über Übergriffe gegen Journalisten bei PEGIDA- und HOGESA-Demos

Pegida-Demonstranten

Wie FAZ und Tagesspiegel berichten, kam es Berlin und Dortmund zu gewalttätigen Übergriffen aus der rechten Szene gegen Journalisten. In Berlin wurde das Auto eines Fotografen angezündet, in Dortmund wurde das Haus eines Lokalreporters mit Farbbeuteln beworfen. Außerdem seien Journalisten auf Kundgebungen der Bewegungen PEGIDA („Patriotische Europäer gegen eine Islamisierung des Abendlandes“) und HOGESA („Hooligans gegen Salafisten“) bedroht worden.

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Die FAZ zitiert Drohungen gegen Journalisten bei Kundgebungen von PEGIDA und HOGESA: „Wenn sich die Sache hier dreht, seid ihr die ersten, die dran glauben müssen“, „Verpiss dich, du Judenschwein, sonst machen wir dich platt“. In Hassmails, die Autoren, die kritisch über PEGIDA berichten, würde gedroht, dem Autoren „ISIS-mäßig die Kehle durchzuschneiden“. Rechtsextremisten hätten vor Weihnachten via Video eine Aktion gegen das Haus des Dortmunder Lokalredakteur  Peter Bandermann angekündigt, der für die Ruhr Nachrichten arbeitet. In der Nacht zum zweiten Weihnachtstag seien dann Farbbeutel gegen das Haus des Redakteurs geworfen worden.

Der Tagesspiegel berichtet, von einem „Fahndungsplakat“, das bereits seit November im Internet kursiert, und 18 Berliner Fotografen zeigt. Am vergangenen Wochende sei nun das Auto eines dieser Fotografen, der in Rechtsradikalenkreisen als „links“ gilt, angezündet worden. Auch das Auto eines SPD-Politikers wurde in derselben Nacht Ziel eines Brandanschlags. Wie der Tagesspiegel schreibt, würden Fotografen und Kameraleute auf so genannten Montagsdemos im Berliner Stadtteil Marzahn „massiv bedroht“, „körperlich bedrängt und eingeschüchtert“. Sprüche wie „Wir wissen, wo du wohnst“ oder „Euch stellen wir zuerst an die Wand“, würden fallen. Die Polizei würde betroffenen Journalisten lediglich den Ratschlag geben, lieber wegzugehen.

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