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Sonneborn führt Oettinger im EU-Parlament vor: „Können Sie die Frage bitte auf Englisch beantworten!“

Der Satiriker und EU-Abgeordnete Martin Sonneborn (Die Partei) hat den designierten EU-Kommissar für digitale Wirtschaft, den ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger, zum so genannten „Recht auf Vergessen“ befragt. Jenem umstrittenen EU-Vorstoß, nach dem Verweise auf Suchmaschinen auf Antrag entfernt werden müssen. Mittlerweile gibt es auch ein Video von Sonneborns Oettinger-Befragung.

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Sonneborn fragt Oettinger, wie er verhindern will, dass „folgende Informationen aus Versehen“ gelöscht werden. Dann folgt eine Auflistung von privaten Verfehlungen und peinlicher Verwicklungen („…dass sie mittelalterliche, schwäbische Inkunabeln verhökern wollten – was ist das überhaupt …“). Der Satiriker schließt seine Frage mit der Aufforderung an Oettinger, doch bitte auf Englisch zu antworten. Auch das eine kleine Boshaftigkeit. Vor vier Jahren hielt Oettinger als EU-Kommissar für Energie eine Rede in derart schlechtem Englisch, dass er sich damit tagelang zum Gespött der Medien machte.

Auf die Frage Sonneborns reagiert Oettinger allerdings recht souverän. Und immerhin erklärt er, was Inkunabeln sind: mittelalterliche Drucke.

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