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Larissa: von der Mega-Zicke zur Dschungel-Queen

“Lari Croft”
"Lari Croft"

Eine solche Wandlung hat es selbst in der RTL-Dschungelshow “Ich bin ein Star - holt mich hier raus!” nicht nicht gegeben. Die Ex-”Topmodel”-Kandidatin Larissa Marolt startete ihre Dschungel-Karriere als kreischende Megazicke. Nach acht Prüfungen hintereinander und vielen Tagen im Regenwald ist die junge Österreicherin zum Publikumsliebling mutiert.

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Eine der Besonderheiten bei der RTL-Dschungelshow “Ich bin ein Star – holt mich hier raus!” ist ja, dass man mit ziemlicher Unmöglichkeit vorhersagen kann, was passiert und wer von den Kandidaten sich wie im Camp entwickelt (auch mit unseren MEEDIA-Prognosen lagen wir in Sachen Dschungelshow mal wieder sensationell daneben). Dass der großmäulige Wendler als Erster die Segel streicht – wer hätte es gedacht? Dass Comedy-Nudel Tanja Schumann im Camp scheinbar ein Schweigegelübde abgelegt hat – Überraschung! Und dass Mola Adebisi sich als Weichei mit Tendenz zu fiesen Realitätsverzerrungen entpuppt – na sowas!

Die größte Überraschung dieser Staffel ist aber zweifelsohne Larissa Marolt. Die gerade mal 21-Jährige Österreicherin gewann “Austria’s Next Topmodel” und wurde in der deutschen “Topmodel”-Show anschließend Achte. Seither tingelt sie durch diverse Reality- (“Promi-Dinner”) und Soap-Formate. Sie besuchte wie so viele vor ihr die Lee Strasberg Schauspielschule in New York. Zwar war sie in Heidi Klums Model-Bootcamp bereits durch eine gehörige Portion Craziness aufgefallen, im aktuellen Dschungel-Lineup galt sie vor dem Staffelstart aber bestenfalls als mittelauffällig.

Die frühere “Samstag Nacht”-Komödiantin Tanja Schumann, der frühere Viva-Ansager Mola Adebisi und vor allem natürlich Schlagerfuzzi Wendler schienen weitaus tauglicheres Dschungel-Material zu sein. Denkste! Mehr oder weniger zufällig in die erste Dschungelprüfung reingerutscht, präsentierte sich Larissa neben dem Wendler sofort als würdige Nachfolgerin für die Sarah-Knappik-Gedächtnis-Medaille als Mega-Dschungelzicke. Sie schrie, sie laberte, sie soff lieber Sekt, statt in Gedärm zu wühlen. Sie versagte auf spektakuläre und mannigfaltige Art und Weise.

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Die Folgen waren klar: Fortan war Larissa für alle Dschungelprüfungen gesetzt. Mit dem Ergebnis, dass die Sterne- und damit Essens-Ausbeute für die Mitcamper entsprechend mager ausfiel. Dabei war Larissa eine durchaus ungewöhnliche Kandidatin. Sie zweifelte offen an sich selbst. Sie betrachtete es als unter ihrer Würde, blutiges Ekelzeugs zu trinken, weil sie sich dabei doch nur erbrechen müsste. Während die Porno-gestählte Kollegin Melanie alles gnadenlos wegkippte, was man ihr vorsetzte. Aber Moment mal! Hatte Larissa nicht eigentlich Recht? Warum MUSS man alles immer bis zum Erbrechen so machen, wie es die Spielregeln vorschreiben? Ihre Weigerung zu Funktionieren, hatte durchaus auch etwas Befreiendes.

Larissa wurde für ihre Nonkonformität von ihren Mit-Kandidaten wüst beschimpft, verspottet und herumkommandiert. Sie wurde zum Underdog. Eine Rolle, der fast schon automatisch die Sympathien zufliegen. Der endgültige Wandel kam, als sie je eine Prüfung gemeinsam mit dem zeternden Winfried Glatzeder und dem großsprecherischen Mola Adebisi absolvieren musste. Glatzeder und Adebisi schrien Larissa ohne Unterlass an, kommandierten sie herum. Sie ließ es geschehen und dabei wurde augenfällig, dass die vermeintlich so starken Herren überhaupt nicht mehr drauf hatten, als das vermeintlich zickige Mädchen. Sie waren bloß lauter und unangenehmer in ihrer Selbstherrlichkeit. Dass Mola Adebisi eine zweite gemeinsame Prüfung dann noch vorzeitig abbrach, ließ ihn in der Publikumsgunst endgültig durchfallen. Larissa war auf einmal die Starke. Sie war die, die aus dem Fun-Stahlbad gestählt hervorging.

Dazu kommt, dass sie für sensationell unterhaltsame TV-Momente sorgt. Etwa wenn sie von skurrilen Begebenheiten im elterlichen Hotelbetrieb erzählt (Hausbursche Engelbert!). Im Camp lachten sie da noch laut über sie. Am TV-Schirm lachte man schon mit ihr. Und während das halbe Camp jammervoll darum bettelt, bitte nicht mehr gewählt zu werden, weil man ja so gerne wieder Wendler-like im Versace Schampus saufen und in weichen Betten liegen würde, stolpert Larissa weiter tapfer durch den Show-Dschungel und auf die Dschungelkrone zu. Sarah Knappik oder Georgina Fleur blieben in der Show stets in der Zicken-Rolle. Larissa hat sich zum Positiven gewandelt. Solche Geschichten von einer Läuterung liebt das Publikum. Sie können auch in einem TV-Format erzählt werden, das ganz und gar zu Unrecht hier und da immer noch als Trash verunglimpft wird. Der Sieg wäre Larissa zu gönnen. Aber wer weiß, was noch alles passiert …

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