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„Millionärswahl“ wird zum Quoten-Witz

Katastrophale Entwicklung für den ProSiebenSat.1-Flop „Millionärswahl“. Das Halbfinale, in dem alle verbliebenen Kandidaten um den Einzug ins Finale am kommenden Samstag kämpften, sahen ab 22.45 Uhr bei ProSieben ganze 310.000 Leute, darunter 210.000 14- bis 49-Jährige. Die Marktanteile von 1,9% und 3,0% sind auch für einen solchen Flop eine neue beschämende Eskalationsstufe.

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. Millionärswahl“ verliert sogar gegen DMAX
Wie desaströs die Quoten der „Millionärswahl“ bei ProSieben am Samstagabend waren, zeigt der Blick darauf, wen sich die Show u.a. geschlagen geben musste. So hatte selbst DMAX mit einigen Formaten mehr junge Zuschauer – u.a. um 23.15 Uhr in direkter Konkurrenz mit „Der Feind in meinem Körper“ und 220.000 14- bis 49-Jährigen. Bei kabel eins sahen selbst um 2 Uhr nachts mehr 14- bis 49-Jährige „Navy CIS“ als ab 22.45 Uhr die ProSieben-„Millionärswahl“, RTLs „Betrugsfälle“ kam selbst um 3.40 Uhr morgens auf mehr junge Zuschauer. Bei den 14- bis 49-Jährigen belegt die „Millionärswahl“ Platz 146 der Tages-Charts, insgesamt den sage und schreibe 256. Rang.

2. RTL triumphiert mit „Ich bin ein Star“ und „DSDS“
Die Konkurrenz platt gemacht hat unterdessen das RTL-Duo „Deutschland sucht den Superstar“ und „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Zunächst sahen 3,15 Mio. 14- bis 49-Jährige die Castingshow, danach sogar 4,90 Mio. das Dschungelcamp. Die Marktanteile des Duos betrugen damit 27,4% und 43,7%. „DSDS“ hielt damit sein starkes Niveau der vorigen Sendungen, „Ich bin ein Star“ erreichte sogar eine der höchsten Zuschauerzahlen im jungen Publikum der vergangenen Jahre. 2013 gab es nur zwei Ausgaben mit mehr 14- bis 49-Jährigen, darunter das Finale, 2012 keine einzige. Den RTL-Triumph komplettierte „Willkommen bei Mario Barth“ mit 2,59 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 33,1%.

3. „Stubbe“-Finale schlägt den Dschungel im Gesamtpublikum
Über einen tollen Abschluss kann sich das Tram der ZDF-Krimireihe „Stubbe“ freuen. Zwar gab es keinen neuen Zuschauerrekord, doch mit 8,57 Mio. Sehern und 26,3% ein bärenstarkes Ergebnis, mit dem „Stubbe“ sogar den RTL-Dschungel auf die Plätze verwies. „Ich bin ein Star“ sahen später nämlich 7,83 Mio. und damit 740.000 weniger. Dennoch war die RTL-Show natürlich auch hier wieder ein gigantischer Erfolg, holte ab 22.15 Uhr einen Marktanteil von 27,5%. „DSDS“ musste sich vorher hingegen nicht nur „Stubbe“ sondern auch noch dem „großen Fest der Besten“ geschlagen geben: Das sahen 5,43 Mio. Leute (17,6%), „DSDS“ 5,29 Mio. (16,4%).

4. BR schlägt im jungen Publikum RTL II
Bei den kleineren Sendern trumpfte bei den 14- bis 49-Jährigen das Bayerische Fernsehen auf. Mit dem 2012er-Kinofilm „Türkisch für Anfänger“ lockte der Sender um 20.15 Uhr 520.000 14- bis 49-Jährige an und erzielte damit furiose 4,5%. Normal sind für den BR im jungen Publikum 0,6%. Der Film belegt in den Samstags-Charts einen tollen Platz 42 und schlug damit sogar Sender wie RTL II. Insgesamt knackte „Türkisch für Anfänger“ die Mio.-Marke, war mit 1,05 Mio. auch hier das stärkste Programm der kleineren Sender.

5. „Stubbe“ auch bei den 14- bis 49-Jährigen vor Sat.1, ProSieben & Co.
Die anderen großen Privatsender konnten am Abend nichts gegen RTL ausrichten. Sat.1 blieb mit „Bad Teacher“ bei zumindest noch soliden 1,07 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 9,3% hängen, ProSieben kam mit „Sieben Leben“ nicht über 910.000 und 7,9% hinaus. Und auch Vox landete mit „Space Cowboys“ und 540.000 und 4,7% weit unter dem Soll und nur knapp vor dem Bayerischen Fernsehen (siehe oben). Das gelang RTL II mit „10.5 – Apokalypse“ (340.000 / 3,0%) nicht. Ein solides Ergebnis erreichte kabel eins: Mit drei Folgen „Navy CIS“ und „Navy CIS: L.A.“ erzielte man 5,0% bis 6,0%. Stärkster RTL-Konkurrent im jungen Publikum war aber der ZDF-Krimi „Stubbe“, der um 20.15 Uhr mit 1,34 Mio. und 11,7% nur RTL geschlagen geben musste.

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die „5 Dinge“ der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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