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Peter Limbourg räumt bei der Welle auf

Für die öffentlich-rechtliche Deutsche Welle dürfte es ein Kulturschock sein: Der neue Intendant Peter Limbourg, ein äußerlich in sich ruhender Mann, der im Privat-TV Karriere machte, räumt in kürzester Zeit Christoph Lanz und Christian Gramsch, die zwei Direktoren des Auslands-Rundfunks, aus dem Weg und setzt Gerda Meuer als neue Programmdirektorin ein. Sie soll die Welle journalistisch einheitlich aufstellen, um die "internationals Wettbewerbsfähigkeit" zu verbessern.

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Limbourg, der ehemalige Sat.1-Nachrichtenmoderator und N24-Chefredakteur, trat sein Amt als Intendant erst am 1. Oktober an. Und schon einen knappen Monat später hat er den "Multimediadirektor Global" Christoph Lanz "in gutem Einvernehmen" abgesetzt und den "Multimediadirektor Regionen" Christian Gramsch zum leiter der DW Akademie gemacht. Die bisherige Akademie-Chefin Gerda Meuer wird zum 1. November die Gesamtleitung des Programms übernehmen.
"Ziel ist es, die journalistischen Angebote aus einem Guss zu produzieren, die Kreativität und Freiräume der Programmmacher zu stärken und das Zusammenwachsen der Standorte zu fördern", sagt Limbourg. Zusätzlich hat der neue Intendant ein "Change-Team" eingesetzt, um den Wandel des Auslandssenders zu begleiten. Die Deutsche Welle hat ihren Stammsitz in Bonn, hat aber auch in Berlin Studios.
Was Limbourg sagt, klingt nach bewährtem Management-Sprech – trotzdem kann der Deutschen Welle, die für das Deutschlandbild im Ausland keine kleine Rolle spielt, Veränderung gut tun. Überraschend ist nur, wie schnell Limbourg Pflöcke einschlägt. Typischer für das Öffentlich-rechtliche wäre eher, wenn er sich ein wenig Zeit gelassen hätte, vor allem mit den Personalien. Zudem die Verträge der beiden bisherigen Direktoren dem Vernehmen nach erst vor zwei Jahren verlängert worden waren.    

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