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Wahllos.de: Deutschland, deine Nichtwähler

Am 22. September ist Bundestagswahl. Wie immer wird es auch diesmal zahlreiche Wahlberechtigte geben, die von ihrem Stimmrecht nicht Gebrauch machen. Doch warum ist das so? Wer sind Deutschlands Nichtwähler und was sind ihre Gründe? Achtzehn Journalisten der Axel Springer Akademie haben sich mit den Nichtwählern auseinander gesetzt - und eine ganze Webseite inklusive Multimedia-Reportage gestaltet. Ein gelungenes Projekt mit einer wichtigen Message.

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"Diese Website ist eine Suche – nach denjenigen, die sich mit der Stimme enthalten. Auf dieser Seite wollen wir nicht über Nichtwähler reden, sondern mit ihnen", schreiben die Autoren auf wahllos.de. Mithilfe von Videos, Tools und Texten können sich Nutzer unter anderem über Motive und Wohnregionen der Wahlverweigerer sowie die Nichtwähler-Wahrscheinlichkeit informieren. Letzteres wird in einer Art "Daten-Playbook" aus Geschlecht, Alter, Bildungsgrad und Einkommen spielerisch aufgezeigt. Tatsächlich steht aber die Frage nach den Motiven der Nichtwähler im Fokus des Projekts.

Für all diejenigen, die nicht wählen, weil sie einfach nicht wissen, wie’s funktioniert, erklärt Comedian Ingo Appelt das Prinzip der Zweitstimmen. In einem anderen Beitrag stellt die Akademie die vier "Nichtwähler-Typen" in einzelnen Videoporträts vor: Den Desinteressierten, den Abwägenden, den Unzufriedenen sowie den Verhinderten. Ein Politologe beschreibt den wissenschaftlichen Hintergrund. Die Videos an sich sind knapp zwei Minuten lang.

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Doch nicht nur mit Motiven, sondern auch mit Lösungsvorschlägen setzt sich die Akademie auseinander. So diskutiert Autor Christopher Clausen in dem Artikel "Klick statt Kreuzchen" die Idee, Online-Wahlen zu ermöglichen und so die Wahlbeteiligung zu steigern. Politiker wie Peer Steinbrück, Claudia Roth und Gregor Gysi verraten den Machern in kurzen Interviews, wie sie Bürger an die Urnen locken wollen. 
Mit dem Digitalmagazin sprechen die Schüler der Axel Springer Akademie ein wichtiges Thema zum richtigen Zeitpunkt an. Statt sich bloß über Nichtwähler zu beschweren, geben sie ihnen in interessant gestalteten Beiträgen Gesicht und Stimme. 

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