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Die heimlichen Giganten der News-Branche

Spricht man über die Online-Nachrichten-Branche, so spricht man meist über die Verlags-Angebote: das Giganten-Duo Bild.de und Spiegel Online, Süddeutsche.de, Focus Online, Die Welt, Zeit Online etc. Doch abseits davon lesen Millionen von Deutschen ihre Nachrichten ganz woanders: bei ihrem Internet-Provider oder bei ihrem E-Mail-Anbieter zum Beispiel. T-Online, Web.de, GMX - das sind die heimlichen Giganten in der Online-News-Branche. MEEDIA zeigt die Zahlen und ordnet sie ein.

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Allein das Nachrichten-Ressort der T-Online-Website verfügt laut aktueller AGOF-Zahlen über 5 Mio. Unique User – ist damit in etwa so populär wie Zeit Online. Und dabei sind andere Ressorts wie Sport, Wirtschaft oder Boulevard noch gar nicht mitgerechnet – mit ihnen läge T-Online wohl nicht weit von Bild.de oder Spiegel Online entfernt.

Für unsere Analyse haben wir die Zahlen einzelner Belegungseinheiten der großen Generalisten-Portale recherchiert. Die Belegungseinheiten dienen der Vermarktung dazu, Werbekunden das Buchen einzelner Bereiche einer Website zu ermöglichen. Da auch hier Unique User für den jeweiligen Monat ausgewiesen werden, lassen sich die Zahlen direkt mit kompletten Angeboten vergleichen.

Ebenfalls extrem populär sind die "Nachrichten & Aktuelles"-Seiten des Trios Web.de, GMX und 1&1, die von United Internet betrieben werden. Die journalistischen Inhalte von Web.de und GMX sind dabei sogar identisch. Web.de erreicht mit seinen Nachrichten 3,46 Mio. Unique User, GMX zudem 2,70 Mio. – Zahlen, mit denen man sich u.a. auf Augenhöhe mit Angeboten wie RP Online und Der Westen befindet – und nicht weit hinter FAZ.net.

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Dass solche Angebote nicht nur notgedrungen gelesen werden, weil der Nutzer seine Mails abruft, zeigen Erfolge von Web.de, T-Online und GMX in den sozialen Netzwerken. So erreichte Web.de am Mittwoch beispielsweise mit dem Lewandowski-Wechsel-Gerücht fast 4.000 Likes und Shares bei Facebook, Twitter & Co. – landete damit laut 10000Flies bei der Social-Media-Resonanz auf Platz 5 aller deutschsprachigen Artikel. GMX und T-Online gehören dort zudem regelmäßig zu den Top-30-Leitmedien des Monats. Die Portale erreichen mit ihren Inhalten also aktive Leser, die die Artikel auch weiter empfehlen. [Offenlegung: Jens Schröder, Autor dieses Textes ist Mitbetreiber von 10000Flies]

Mehr als 1 Mio. Unique User erreichen neben 1&1 (1,98 Mio.) zudem noch MSN und Yahoo! mit ihren Nachrichten-Ressorts. Zahlen, von denen die meisten News-Websites von Verlagen nur träumen können.

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Alle Kommentare

  1. Die ständige Abschaltung der Kommentarfuktionen bei GMX ist eine Einschränkung der Meinungsfreiheit und somit ein Unding in unserer Gesellschaft. Für mich als 1&1- Kunde ist GMX die Zugangsseite für mein Postfach und eigentlich ganz OK, aber diese Beschneidung meiner freien Meinungsäußerung ist von Anfang an ein Ärgernis und wird von mir als Bevormundung verstanden. So wie es jetzt ist, darf ich nur eine Meinung zu Themen in bestimmten Zeiten haben, wie es GMX grad gefällt.

  2. GMX nimmt viel Geld via Werbung ein. Werbung, die unerwünscht ist, Werbung mit der ich nichts aber auch gar nichts am Hut habe. Sie wird mir x-fach zugestellt – aufs Handy auf den iPad und auf den PC. Wo ist die Möglichkeit all den unerwünschten Mist zu sperren? Was sich GMX erlaubt (zusammen mit Parship, Walbusch) ist schlicht Belästigung.
    Nie wieder GMX- GMX ist für mich ein einziges Ärgernis.

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