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Wulff: Stern enthüllt „Schnulligate“

Der Stern spricht von "Schnulligate": Doch was so putzig klingt, ist tatsächlich das nächste Kapitel in der schier endlosen Geschichte immer neuer kleiner Vorwürfe gegen den Bundespräsidenten. So berichtet das Nachrichtenmagazin in seiner morgigen Ausgabe, dass sich Christian Wulff nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten eine Feier vom Eventmanager Schmidt hat ausrichten lassen. Die Kosten trug Schmidt. Daraus resultiert nun der Vorwurf der Vorteilsnahme.

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Bislang war immer die Rede davon gewesen, dass Schmidt die Feier im Berliner Luxus-Penthouse "Residenz" einfach nur für die Präsidentenwahl veranstaltet hatte. Dass Wulff jedoch selbst aktiven Einfluss auf den Event nahm, war bislang nicht bekannt. Laut Stern soll Schmidt allerdings sowohl den Einladungstext als auch die Gästeliste mit Wulff und dessen Sprecher Olaf Glaeseker abgesprochen haben. So sollen unter Wulffs Wunschgästen auch seine Tochter Annalena, sein Unternehmerfreund Egon Geerkens, der heutige FDP-Chef Philipp Rösler, Wulffs CDU-Parteifreundin Martina Krogmann und deren Mann Alfred Draxler von der Bild-Zeitung gewesen sein.

Der Stern zitiert zudem den Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim mit den Worten: „Wenn Wulff bestimmen kann, wer eingeladen wird, ist das natürlich ein Vorteil“. Weiter heißt es: "Hier liegt ein Verdacht der Vorteilsnahme vor, der die Staatsanwaltschaft veranlassen müsste, gegen Wulff zu ermitteln."

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Die Wortkreation „Schnulligate“ verdankt der Vorgang nun dem Umstand, dass Wulffs ehemaliger Sprecher Olaf Glaeseker in seiner Funktion als Staatssekretär aktiv Schmidt bei der Sponsorensuche für mehrere Events unterstützt haben soll. In einigen internen Mails bezeichnet Glaeseker Schmidt liebevoll als "Schnulli", oder "Oberschnulli" und sich selbst als dessen "Generalfeldschnulli".

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