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Razzia bei Ex-Premiere-Chef Kofler

Der Streit um angeblich gefälschte Abonnentenzahlen beim Sky-Vorgänger Premiere schwelt schon länger. Jetzt wurde die nächste Eskalationsstufe gezündet: Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks wurden am heutigen Mittwoch über 20 Wohnungen und Büros in Deutschland und Luxemburg durchsucht. Darunter soll auch die Wohnung des früheren Premiere-Chefs Georg Kofler sein. In einer ersten Stellungnahme weist Kofler die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft als "haltlos" zurück.

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Weiter sagt der TV-Manager, der zwischen Januar 2002 und August 2007 Vorstandsvorsitzender der Premiere AG war: "Ich stelle unverändert fest: Premiere hat während meiner Amtszeit stets korrekt berichtet. Es gibt keine Bewertung eines deutschen Gerichts, die zu einem anderen Ergebnis kommt. Im Gegenteil: Das Landgericht München hatte in mehreren Verfahren klar festgestellt, dass den Klägern unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt ein Schadensersatzanspruch zusteht. Das Gericht hatte dabei auch die Tatbestände geprüft, wegen derer die Staatsanwaltschaft ermittelt und diese verneint."

Die Staatsanwaltschaft München geht bei ihren Ermittlungen dem Verdacht geschönter Abonnentenzahlen beim damaligen Pay-TV-Sender Premiere nach. Laut Focus.de wird derzeit gegen drei Beschuldigte wegen Kapitalanlagebetrugs, Marktmanipulation und unrichtiger Darstellung ermittelt.

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Allerdings hat das Oberlandesgericht München bereits in letzter Instanz (7 U 4999/10), – darauf hingewiesen, dass es „keinen Anlass gibt, den verwendeten Abonnentenbegriff als fehlerhaft zu bezeichnen“.

Zeitgleich mit den diversen anderen Untersuchungen lief auch noch ein Zivilverfahren wegen Schadenersatzansprüchen. Laut Wuv.de wurde dieses Verfahren Anfang des Jahres von Sky nach einem Vergleich mit institutionellen Anlegern zu den Akten gelegt.

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