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Falscher Kölner Stadt-Anzeiger bei Twitter

Während die Affäre um Konstantin Neven DuMont immer weitere Kreise zieht, wird die DuMont-Zeitung Kölner Stadt-Anzeiger nun von einem schon länger existierenden Fake-Account bei Twitter mit Spott überzogen. Unter dem Namen @ksta.de twittert ein Unbekannter allerlei Unfug über den Kölner Stadt-Anzeiger und seinen Verlag. So wurde das angebliche Jahresgehalt des Vorstandsmitglieds Franz Sommerfeld thematisiert, oder man machte sich über die Chefredaktion des Stadt-Anzeigers lustig.

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“Gar nicht so schlecht, dass ich mir diese Domain gesichert habe, bevor die Penner in der Chefredaktion auch nur wussten, was Twitter ist!”, schrieb der unbekannte Fake-Twitterer in das Profil @ksta.de. Der echte Kölner Stadt-Anzeiger twittert unter dem Profilnamen @ksta_news, was von dem Fake-Twitterer auch schon durch den Kakao gezogen wurde: “Jetzt haben wir endlich das OK bekommen, loszuzwitschern. und siehe da: es gibt schon ein Fake. ksta_news oder so etwas.” Dieser Tweet ist allerdings datiert auf 19. März 2009. Der erste Tweet bei dem Fake-Account stammt vom 14. Januar 2009.

Der Account wurde also schon lange vor den aktuellen familiären Verwerfungen im Hause DuMont eingerichtet. Am 15. September twitterte der Unbekannte: “Tja, ist schon ein Ding: Jahresgehalt von Franz S. liegt bei 450.000 Euro. Jeder Euro, der den Pauschalisten entgeht, landet also bei ihm!” Danach war Sendepause. Erst jetzt wurde der Fake-Account wieder aktiviert. Ob ein Mitarbeiter des Verlages oder ein Außenseiter dahinter steckt, ist unklar.

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Der Kölner Stadt-Anzeiger steht mit dem Phänomen eines Fake-Twitterers nicht alleine da. Auch die Zeit und die Hamburger Morgenpost mussten sich schon mit falschen Twitter-Accounts, die den Namen des Mediums missbrauchten, herumschlagen. Der falsche Zeit-Twitterer nannte sich @ZEIT_ONLINE, der falsche Mopo-Twitterer zwitscherte unter dem Namen @Mopo Kritisches aus der Redaktion der Hamburger Morgenpost. Die echte Mopo musste dann sogar zeitweise mit dem Behelfsnamen @mopohamburg twittern. Mittlerweile sind beide Blätter ihre falschen Zwitscherfreunde wieder los und die Mopo darf auch bei Twitter @mopo heißen.
Prominentes Twitter-Fake-Opfer ist derzeit noch die Deutsche Bahn. Unter dem Namen @deutschebahn twittert ein Spaßvogel Fake-News und -Kommentare zu Verspätungen und sonstigen Bahn-Problemen. Mal sehen, wie lange der Kölner Twitter-Jeck durchhält.

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