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Abschied: LastFM-Gründer steigen aus

Web 2.0 und US-Business-Spirit passen offenbar nicht zusammen: Die drei Last.fm-Gründer ziehen sich – zwei Jahre nach dem Verkauf der Site an CBS – zurück. Ab jetzt kann der US-Konzern ganz nach Gutdünken schalten und walten. Offiziell schreiben Martin Stiksel, Felix Miller und Richard Jones in ihrem Abschiedsposting, das Last.fm die besten Nutzerzahlen seiner Geschichte hätte und es deshalb an der Zeit sie, "die Zügel zu übergeben". Die Web-Gerüchteküche nennt andere Gründe.

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Seit Monaten schon kämpft der ehemalige Liebling der Web 2.0-Elite mit negativen Meldungen. So sorgte die Ankündigung, Nutzungsgebühren für alle Länder außer Deutschland, Großbritannien und den USA zu erheben, für einen großen Proteststurm. Last.fm erklärte, man brauche die monatliche Gebühr von drei Euro, da sich das Internet- Angebot in den betroffenen Ländern nicht über Werbung finanzieren ließe.

Für einen weitern Imageschaden sorgte die Nachricht, dass die Last.fm-Mutter CBS, tausende von Nutzerdaten an die Recording Industry Association of America (RIAA), den Verband der US-Musikindustrie, weitergeben habe.

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Ob die beiden Problemfälle tatsächlich für den Rücktritt des deutsch-österreichisch-britischen Trios verantwortlich sind, ist offiziell unklar. Genauso gut, könnte sich es sein, dass sich die Gründer beim Verkauf von Last.fm vor zwei Jahren, ihren Ausstieg haben garantieren lassen.

CBS zahlte 2007 rund 280 Millionen Dollar für den Streaming-Dienst. Wichtigster Investor des Londoner Start-ups war der deutsche Seriengründer Stefan Glänzer. Bis ein neuer CEO gefunden ist, soll CBS-Manager David Goodman das Portal leiten.

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