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Die neue Zeit mit Pannen-Relaunch

Seit zwei Monaten ist Wolfgang Blau Chefredakteur der Online-Ausgabe der Zeit. Mit einem optischen Relaunch setzt der neue Boss nun ein erstes visuelles Ausrufezeichen. Zweite Neuerung: Zeit.de ändert ihren Marken-Namen in „ZEIT online“. Ein überfälliger Schritt, denn im vegangenen Jahr gönnten sich bereits "FOCUS" und "DIE WELT" den Zusatz "online". Im Vergleich zur Konkurrenz wurde die Zeit-Umbenennung jedoch unprofessionell vorbereitet und umgesetzt.

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Im Zuge der Namensänderung versäumte es der Verlag die beiden Internet-Adressen „zeit-online.de“ und „zeitonline.de“ zu sichern. Beide URLs sind noch im Besitz des Adressen-Händlers „alias.de“. Ein schwerer Fehler, denn eine Namensänderung ohne passende Adresse kann im Internet zu großen Besuchereinbüßen führen. Die Konkurrenten von „FOCUS online“ und „WELT online“, die im vergangenen Jahr ihre Internet-Namen änderten, sind beide unter ihren neuen Marken zu erreichen.
 
Neben der Umbenennung hübschte sich das Portal ausschließlich optisch auf. „Wir haben die vertikale Navigationsspalte vom linken zum rechten Rand der Seite verschoben. Die einzelnen Artikel sind nun nicht mehr wie bisher zwischen zwei schmalen Spalten eingezwängt, sondern schließen links direkt an den Browser-Rand an“, schreibt Blau in seinem Editorial zum Umbau. Zeit online hofft so, die bislang unruhig wirkende Seite übersichtlicher zu gestalten. Das gelingt. Die neue Oberfläche ist stärker an ein klassisches Zeitungs-Layout angelehnt und somit leserfreundlicher. Als dritte kleine Änderung wurde die Menüführung bei den Kommentaren vereinfacht.
 

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