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"I can see your voice"

RTL bringt bizarres Casting-Konzept aus Korea

Das ist die BU Foto: TVNow

Die neue RTL-Musikshow „I can see your voice“ geht den umgekehrten Weg wie „The Voice of Germany“ von ProSiebenSat.1. Beim neuen RTL-Format müssen Gesangs-Qualitäten nur nach Äußerlichkeiten beurteilt werden

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Die Show „I can see your voice“ stammt ursprünglich aus Südkorea und ist dort ein großer Hit. RTL bringt das Format im Sommer nach Deutschland. Während bei der Castingshow „The Voice of Germany“ von ProSiebenSat.1 in der ersten Runde nur die Stimme entscheidend ist, weil die Coaches die Kandidaten nicht sehen, ist es bei „I can see your voice“ praktisch umgekehrt.

Ein prominenter Musiker muss gemeinsam mit einem „Superfan“ entscheiden, wer von sieben Kandidaten gut singen kann – nur aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes und der Aussagen der Kandidaten. Das Geschehen wird von einer fünfköpfigen Promi-Jury kommentiert. Jeder Ausgeschiedene singt dann auf der Bühne und kann sein Gesangstalent unter Beweis stellen – oder eben auch nicht …

Der Kandidat, der es bis ins Finale schafft, darf im Duett mit dem Musik-Star singen. Hier zeigt sich dann die Wahrheit: Goldkehlchen oder Katzenmusiker? Wenn der letzte Kandidat ein Top-Sänger ist, gewinnt der Musik-Star für seinen Superfan einen Geldpreis. Ist das Duo aber auf einen Bluffer ohne Stimme, Taktgefühl und Melodieverständnis hereingefallen, bekommt der Poser das Geld, der alle täuschen konnte.

„I can see your voice“ läuft schon seit 2015 mit großem Erfolg in Südkorea – mittlerweile in der siebten Staffel. 2016 war die Show in der Kategorie „Best Non-Scripted Entertainment Program“ der 44. International Emmy Awards nominiert. Adaptionen gibt es auch in Thailand, Malaysia, Vietnam, Indonesien, Philippinen, Kambodscha, China sowie in Bulgarien. Für 2020 ist die Musikshow ebenfalls in den USA geplant. „I can see your voice“ wird im Auftrag von RTL von der Tresor TV Produktions GmbH produziert. Ein genaues Sendedatum gibt es noch nicht.

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