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Rückzug von CEO Donata Hopfen bei Verimi: Springer-Chef Döpfner „bedauert“ die Entwicklung

Springer CEO-Mathias Döpfner war nicht begeistert über den schnellen Abgang von Donata Hopfen bei Verimi
Springer CEO-Mathias Döpfner war nicht begeistert über den schnellen Abgang von Donata Hopfen bei Verimi

Springer-Chef Mathias Döpfner hat sich über das Ausscheiden der früheren Bild-Managerin Donata Hopfen aus der Führung von Verimi unzufrieden geäußert. Er bedauere die Entwicklung. Die Mehrheit der Gesellschafter habe aber jetzt entschieden, die Geschäftsführung der Daten-Allianz gleichberechtigt zu führen, heißt es. Hopfen wollte dagegen das alleinige Sagen, um das Wachstum der Firma zu beschleunigen.

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Es war ein Paukenschlag in der Medienwelt: Überraschend hatte die ehemalige Bild-Geschäftsführerin Donata Hopfen die Geschäftsführung der Daten-Allianz Verimi abgegeben. Grund hierfür war ein heftiger Streit um ihre Führungsrolle in der Gesellschaft. Denn eigentlich hatte die Spitzenmanagerin die Geschäftsführung mit dem Anspruch angetreten, dass sie in der Form eines CEO die alleinige Macht in der dreiköpfigen Geschäftsführung besitzt. Dadurch wollte sie das Wachstum der Firma vorantreiben. Damit wären aber die beiden anderen Geschäftsführer-Kollegen Holger Friedrich und Torsten Sonntag zu Weisungsempfängern geworden. Darüber kam es zum Zank. Hopfen stellte daher ihr Amt auf der Gesellschafterversammlung am 24. April zur Verfügung.

Jetzt hat sich Springer-Chef Mathias Döpfner zu dem überraschenden Rückzug seiner früheren Mitarbeiterin geäußert. „Wir bedauern natürlich, dass es diese Entwicklung gegeben hat. Wichtig ist, dass sich die Gesellschaft weiterhin positiv entwickelt. Und das haben die Gesellschafter jetzt mit Mehrheit so besprochen und beschlossen. Jetzt gucken wir nach vorne“, erklärte der Konzernherr anlässlich einer heutigen Springer-Telefonkonferenz zu den Zahlen des 1. Quartals. Die Mehrheit der Verimi-Gesellschafter habe entschieden, dass die dreiköpfige Geschäftsführung künftig gleichberechtigt agiere, betonte der Springer-Chef. Welche Gesellschafter die Entscheidung formal nicht mitgetragen haben, sagte er nicht. Aus seinen Äußerungen lässt sich aber vermuten, dass das Berliner Medienhaus als 10-%iger-Mitgesellschafter gegen die neue Führungsstruktur gestimmt hat. An Verimi sind diverse Schwergewichte der deutschen Wirtschaft beteiligt – darunter die Deutsche Bank, der Versicherungsriese Allianz oder die Deutschen Telekom.

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Trotz des Rückzugs von Hopfen hält Axel Springer an seinem Anteil an der Gesellschaft fest. Und das wohl aus gutem Grund. Denn Verimi will eine Art Master-Login aufbauen, das ein Gegengewicht zu den digitalen Giganten Google, Facebook & Co schaffen soll. Das ist im Interesse der Berliner, die mit diversen digitalen Portalen wie Bild.de und Welt.de am Markt präsent sind. Verimi will diesen Nutzern mittels eines virtuellen Generalschlüssels helfen, sich bei Diensten leichter anzumelden. Daher leitet sich auch der Name Verimi aus den englischen Begriffen verify (prüfen) und me (mich) ab.

Der Abgang von Hopfen bei dem Startup kommt zur Unzeit. Das Unternehmen ist erst vor wenigen Wochen gestartet. Die frühere Bild-Managerin hat vor allem durch Interviews gesorgt, dass die Plattform publik wird. Denn dies ist wichtig, damit sich die Nutzer bei dem Dienst anmelden. Zudem steht auch die Konkurrenz netID in den Startlöchern. Es handelt sich dabei um einen Zusammenschluss aus RTL, ProSiebenSat1 und Zalando.

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