Partner von:
Anzeige

Ausblick auf Facebooks Quartalsbilanz: Gelingt Mark Zuckerberg der Befreiungsschlag?

Facebook-CEO Mark Zuckerberg
Facebook-CEO Mark Zuckerberg

Seit knapp sechs Wochen befindet sich Facebook durch den Datenskandal um Cambridge Analytica unter Dauerdruck. Vorvergangene Woche gelang Mark Zuckerberg mit seinem Auftritt vor dem US-Senat ein Punktsieg – nun kann der Facebook-Chef mit Fakten in Dollar und Cents nachlegen. Heute nach Handelsschluss legt der Social Media-Gigant nämlich neue Geschäftszahlen für das abgelaufene März-Quartal vor. Es dürfte die mit Abstand meist erwartete Bilanz seit dem Börsengang werden.

Anzeige
Anzeige

Das Pendel schlägt wieder zurück. Nach einem Kurssturz von knapp 4 Prozent ist Facebook gestern an der Wall Street wieder unter die Marke von 160 Dollar gerutscht und hat fast alle Zugewinne seit Mark Zuckerbergs solidem Auftritt vor dem US-Kongress wieder verspielt – allein 18 Milliarden Dollar an Börsenwert gingen gestern verloren.

Anleger treibt vor Bekanntgabe von Facebooks mit Spannung erwartetem Zahlenwerk für das abgelaufene März-Quartal die Sorge um, dass vor allem in der anschließenden Telefonkonferenz mit Analysten neue, unangenehme Folgen aus dem Datenskandal um Cambridge Analytica bekannt werden könnten.

Weiter deutliches Umsatz- und Gewinnwachstum erwartet

Fundamental dürfte die Social Media-Maschine Facebook wieder wie geschmiert laufen: Die von Thompson Reuters befragten Analysten rechnen durchschnittlich mit einem Umsatzzuwachs von 42 Prozent auf 11,41 Milliarden Dollar und einem Gewinnanstieg auf 1,35 Dollar je Aktie, der einem Konzernergebnis von etwa 4 Milliarden Dollar entsprechen dürfte.

Weitaus mehr als in der Vergangenheit dürfte diesmal der Zuwachs der Nutzerzahlen Beachtung finden: Im Dezember-Quartal konnte das weltgrößte Social Network 57 Millionen neue monatlich aktive Mitglieder vermelden – prozentual war es der schwächste Nutzerzuwachs seit der Gründung vor 14 Jahren.

Anzeige

Fondsmanager Jeff Gundlach wettet gegen Facebook

Mehr noch: Auf dem Heimatmarkt in den USA musste Facebook sogar erstmal einen Nutzerrückgang verkraften. Entsprechend kritisch dürfte die Mitgliederentwicklung bei Vorlage der neusten Geschäftsbilanz von Analysten und Aktionären beäugt werden. Dabei dürfte die Aussagekraft begrenzt sein: Der Cambridge Analytica-Datenskandal entfaltete erst ab Mitte März seine Wirkung.

Eine gewichtige Stimme der Wall Street hat sich bereits vor Bekanntgabe des neusten Zahlenwerks positioniert – gegen Facebook. Der legendäre Fondsmanager Jeff Gundlach gab gestern eine Short-Position bekannt – eine Wette auf fallende Kurse.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Meedia

Meedia