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Fusionswelle in Hessen: Jetzt sollen auch der Gießener Anzeiger und die Wetzlarer Neue Zeitung zusammenarbeiten

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Drei Wochen nach dem Eigentümerwechsel von zwei Frankfurter Titeln steht in Hessen eine weitere Zeitungsfusion bevor. Wie die Verlagsgruppe Rhein-Main (VRM) am Montag mitteilte, wollen sich das VRM-Blatt Gießener Anzeiger und die noch eigenständige Zeitungsgruppe Lahn Dill/Wetzlardruck GmbH (Wetzlarer Neue Zeitung) zusammenschließen. Das Kartellamt muss darüber noch entscheiden.

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Wie Wetzlardruck-Geschäftsführer Michael Emmerich sagte, könnten Medienunternehmen angesichts des sich wandelnden Nutzerverhaltens «zunehmend nur im Verbund eine handlungsfähige Rolle» einnehmen. Unter dem Dach der in Mainz ansässigen VRM erscheinen bereits 28 Tageszeitungen im Rhein-Main-Gebiet und in Mittelhessen. Hans-Georg Schnücker, Sprecher der Geschäftsführung sagte: «Mit der Investition in eine neue noch leistungsstärkere Gruppe können wir für die Menschen in der Region nachhaltig unabhängigen Journalismus anbieten.»

Zur künftigen Zusammenarbeit der Redaktionen in Wetzlar und Gießen machte die VRM keine Angaben. Die verkaufte Auflage der Wetzlarer Zeitungsgruppe lag zuletzt bei rund 56 000 Exemplaren. Der Gießener Anzeiger kommt mit seinen regionalen Titeln in Mittelhessen auf insgesamt rund 40 000 Exemplare. Die VRM verlegt unter anderem die Allgemeine Zeitung in Mainz und den Wiesbadener Kurier.

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Erst Anfang April war der Verkauf der Frankfurter Rundschau und der Frankfurter Neue Presse an die Zeitungsholding Hessen (ZHH) über die Bühne gegangen. Die ZHH gehört mehrheitlich der Verlagsgruppe Ippen sowie der MDV-Mediengruppe der Gießener Verlegerfamilie Rempel (Gießener Allgemeine).

Die Gewerkschaft Verdi sieht sich in ihrer Sorge bestätigt, die Pressevielfalt in Hessen werde weiter abnehmen. Der Leiter des Verdi-Fachbereichs Medien in Hessen, Manfred Moos, sagte: „Bis auf wenige Ausnahmen gehören fast alle hessischen Tageszeitungen bald ganz oder mehrheitlich entweder zu VRM oder zur Ippen-Gruppe.“

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