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Nach Löschung der Facebook-Seiten von SpaceX und Tesla: Die heikle Beziehung zwischen Zuckerberg und Musk

Das Verhältnis zwischen Zuckerberg und Musk ist angespannt
Das Verhältnis zwischen Zuckerberg und Musk ist angespannt

Die Ereignisse überschlagen sich. Unternehmen ziehen ihre Werbebudgets von der Social-Media-Plattform zurück, andere löschen direkt ihre Accounts: So veranlasste Elon Musk, die Seiten seiner Unternehmen SpaceX und Tesla zu löschen. Das Verhältnis zwischen den beiden milliardenschweren Gründern wird immer wieder auf die Probe gestellt.

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Facebook ist angeschlagen und Schuld daran ist Cambridge Analytica: Persönliche Daten von rund 50 Millionen Facebook-Nutzern sollen von der britischen Analysefirma mutmaßlich auf unlautere Weise eingesetzt worden sein – um Trump zum Wahlsieg zu verhelfen.

Diese Strategie und das Image von Facebook gefällt Gründer Elon Musk so gar nicht. Nachdem Brian Acton, der Mitgründer von WhatsApp, mit dem Hashtag #deletefacebook bei Twitter dazu aufrief, Unternehmensseiten zu löschen, antwortete Elon Musk, Chef von SpaceX und Tesla Motors, sofort: Mit einem „Was ist Facebook?“, stellte er klar, dass er selbst keinen Account besitzt und auch nicht viel von der Plattform hält. Nur kurze Zeit später wurde Musk dazu aufgefordert, die Seiten von SpaceX und Tesla bei Facebook zu löschen.

Musk versprach, dies zu tun – denn er habe nicht einmal gewusst, dass ein Account existiere.  Er hätte die Seiten „buchstäblich noch nie gesehen“ – was vermutlich das Herz der Social-Media-Mitarbeiter der Unternehmen Tesla und SpaceX brechen wird, deren Aufgabe es ist, die Marke in den sozialen Medien sichtbar zu machen. Dies änderte nichts an Musks Entscheidung: 20 Minuten später waren die Facebook-Auftritte von Tesla und SpaceX gelöscht.

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Musk versus Zuckerberg

Musk hat schon lange eine heikle Beziehung zum Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Im Jahr 2016 war Zuckerberg unglücklich über die Explosion einer SpaceX-Rakete, die einen Satelliten für sein Internet.org-Projekt transportierte. „Ich bin zutiefst enttäuscht, dass der Startschuss von SpaceX unseren Satelliten zerstört hat“, schrieb er damals. Nun ging Musk auf einen Seitenhieb eines Reporters bei Twitter ein, der diese Geschichte noch einmal aufwärmte: „Ja, mein Fehler, ein Idiot zu sein. Wir haben ihnen einen kostenlosen Start gegeben, um das nachzuholen, und ich denke, sie hatten eine Versicherung“, erklärte Musk. 

Die rivalisierenden Milliardäre besitzen außerdem gegensätzliche Einstellungen zum Thema künstliche Intelligenz. Musk hat lange auf eine Regulierung der KI gedrängt und davor gewarnt, dass die Technologie ein „fundamentales Risiko für die Existenz der Zivilisation“ darstelle. Im Juli 2017 wandte sich Zuckerberg in einer Facebook Live-Sendung an Musk und erklärte: „Wer gegen künstliche Intelligenz argumentiert, argumentiert gegen sicherere Autos und gegen bessere Diagnosen für Kranke. Ich sehe einfach nicht, wie jemand guten Gewissens das tun kann.“ So wies er seinen Unternehmer-Kollegen zurecht. Musk schoss direkt in einem Tweet zurück: „Ich habe mit Mark darüber gesprochen. Sein Verständnis für das Thema ist begrenzt.“

Die Streithähne werden auch weiterhin Debatten über Technologien der Zukunft führen. Eines ist wohl sicher: Einen Facebook-Account wird Musk nicht mehr eröffnen und Zuckerberg wohl auch keinen Satelliten mehr mit SpaceX ins All schießen.

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