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Brainpool-Gründer Grabosch wehrt sich mit juristischen Mitteln gegen die Übernahme durch Banijay Entertainment

Banijay Entertainment will Brainpool-Gründer Jörg Grabosch von der Spitze des Unternehmens drängen
Banijay Entertainment will Brainpool-Gründer Jörg Grabosch von der Spitze des Unternehmens drängen

Die für Donnerstag dieser Woche anberaumte Gesellschafterversammlung der TV-Produktionsfirma Brainpool wird wohl anders verlaufen, als gedacht. Ursprünglich wollte der neue Mehrheitseigner Banijy Entertainment dort die Übernahme von Unternehmensanteilen von Stefan Raab vollziehen und Brainpool-Gründer Jörg Grabosch als Geschäftsführer durch Peter Langenberg ersetzen. Dagegen geht Grabosch nach einem Bericht von DWDL nun per einstweiliger Verfügung vor.

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DWDL zitiert aus dem Schreiben von Graboschs Anwälten. Bei der Übertragung von Anteilen gehe es darum, „handstreichartig und unter Missachtung aller hergebrachten Grundsätze des deutschen GmbH-Konzernrechts die Kontrolle zu übernehmen.“ Anfang des Monats wurde bekannt, dass Stefan Raab seine restlichen Anteile von 12,5 Prozent an der Produktionsfirma verkauft, und zwar an den französischen TV-Produzenten Banijay Entertainment. Banijay gehörte bis dato schon die Hälfte von Brainpool, zusammen mit Raabs Rest-Beteiligung besitzen sie 62,5 Prozent und damit die Mehrheit. Wie Banijay mitteilte, werde Raab gleichzeitig wiederum Hauptgesellschafter seiner Firma Raab TV, einer Tochter von Brainpool, die unter anderem die im Februar bei ProSieben gestartete Erfinder-Show „Das Ding des Jahres“ produziert. Auf der Gesellschafterversammlung in dieser Woche sollte der Deal eigentlich beschlossen werden.

Das Landgericht Köln erklärte nun in der einstweiligen Verfügung, dass zuerst eine rechtmäßige Prüfung der Beschlüsse erfolgen müsse. Grabosch und seine Anwälte werten das laut dem DWDL-Bericht als „krass rechtswidrig“, weil eine qualifizierte Mehrheit der Brainpool-Gesellschafter den Veränderungen nicht zugestimmt habe.

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