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Dropbox-IPO: Der Cloud-Speicher-Dienst startet bei 21 Dollar an der Börse

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Es ist offiziell: Dropbox hat den Ausgabepreis für seinen Börsengang festgelegt, der morgen über die Bühne gehen soll. Anteilsscheine des Filehosters werden zeichnungswilligen Aktionären zu 21 Dollar über Nacht in ihre Depots eingebucht, berichtet das Wall Street Journal. Dropbox hatte die Bookbuildingspanne zuvor nach einer stärkeren Nachfrage als erwartet kurzfristig auf 18 bis 20 Dollar angehoben, nachdem die ursprüngliche Spanne noch 16 bis 18 Dollar betragen hatte.

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Der Preis ist heiß. Vier Wochen nachdem Dropbox bei der amerikanischen Börsenaufsicht den Antrag auf Börsenzulassung – das sogenannte „S1 Filing“ – eingereicht hat, strebt der elf Jahre alte Cloud-Speicher-Anbieter unter dem Tickersymbol „DBX“ heute an die Technologiebörse Nasdaq.

Und das zu einer höheren Bewertung als ursprünglich avisiert. Zunächst hatte der Filehoster interessierten Anlegern seine Aktien im Rahmen des Bookbuildings zwischen 16 und 18 Dollar angeboten, wegen der stärkeren Nachfrage dann aber an der Preisschraube gedreht und die Kursspanne für die Anteilsscheine um zwei Dollar auf 18 bis 20 Dollar angehoben.

Börsengang zu Bewertung von 9,2 Milliarden Dollar

Tatsächlich war Gründer Drew Houston und den konsortialführenden Banken auch dieses Kursniveau noch nicht genug. Weil die Neuemission 25-fach überzeichnet war, teilt Dropbox seine 36 Millionen Aktien Anlegern nun zu 21 Dollar zu und erlöst damit 756 Millionen Dollar an frischen Mitteln.

Gleichzeitig näherte sich Dropbox der Bewertung der letzten Finanzierungsrunde von 2014 an die Börse an, als der Filehoster noch mit zehn Milliarden Dollar bewertet wurde. Auf Basis eines Ausgabekurses von 21 Dollar wird der Cloud-Speicher-Anbieter mit 9,2 Milliarden Dollar bewertet.

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Weiter Verluste in Höhe von 111 Millionen Dollar

Die Signale an potenzielle Aktienzeichner fielen nach der veröffentlichten Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr unterdessen gemischt aus. Einerseits kann CEO und Gründer Drew Houston anhaltend hohes Umsatzwachstum ausweisen: So konnten die Erlöse 2017 im Vergleich zum Vorjahr um immerhin 31 Prozent von 845 Millionen auf 1,1 Milliarden Dollar gesteigert werden.

Gleichzeitig operiert Dropbox notorisch defizitär: Auch im vergangenen Geschäftsjahr fielen happige Verluste von 111 Millionen Dollar an, die allerdings deutlich geringer waren als in den Vorjahren, in denen das Minus noch 210 bzw. 345 Millionen Dollar betragen hatte. Dropbox selber warnte im Börsenprospekt, dass dieser eine „Geschichte von Verlusten“ aufweise und man möglicherweise nicht die Profitabilität erreichen oder halten könne.

 

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