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Joko Winterscheidt über sein neues Magazin JWD.: „Ich möchte, dass mich das Heft bis zur Rente trägt“

Joko Wintescheidt und sein neues Magazin JWD
Joko Wintescheidt und sein neues Magazin JWD

Joko Winterscheidt gibt es jetzt auch am Kiosk. Von Donnerstag an ist dort das neue G+J-Magazin JWD. zu haben, an dem der TV-Entertainer maßgeblich mitwirkt. Das Kürzel steht sowohl für "Joko Winterscheidts Druckerzeugnis" als auch für "Janz weit draußen": Denn dort ist das JWD.-Reporterteam unterwegs und bringt Reportagen für mindestens 140 Seiten Heft-Umfang mit.

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Die Reporter von JWD.  sollen viel in der Ich-Perspektive erzählen. Für die erste Ausgabe gibt es Ich-Reportagen  zum Nackt-Karaoke in Paris, man besuchte eine nachgebaute Marsstation im Oman und lebte bei kiffenden Nonnen in Kalifornien.

„Die Reportagen bilden das Herzstück von JWD. Wir haben diesen Heftteil ‚Per Anhalter durch die Galaxis‘ genannt und gleichzeitig ein Leitbild für unsere Reporter gefunden: Sie stürzen sich in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Manchmal kommen sie nicht mit der Geschichte zurück, die sie geplant hatten. Gewiss ist aber: Was sie auf ihrer Reise erlebt haben, ist so spannend, dass es sich lohnt, es weiterzuerzählen“, erklärt Christian Krug, Chefredakteur stern und JWD.:

Der Hefteinstieg heißt „Das beste von Welt“ und besteht aus Produktvorstellungen, Trends und Kolumnen. „Lifestyle für…“ ist ein monothematischer Schwerpunkt über Mode und Stil. Für Heft eins wählte die Redaktion das Thema „Rockstars“. In jedem Heft soll außerdem ein Reiseführer in Booklet-Form enthalten sein. Für die Launch-Ausgabe führt „Der Kleine Winterscheidt – Tag & Nacht-Guide“ nach Thessaloniki.

Alexander Schwerin, Publisher der stern-Gruppe: „Joko Winterscheidt steht für ein Lebensgefühl, das viele Menschen teilen. Und das uns inspiriert hat, daraus ein innovatives Magazinkonzept zu entwickeln. ‚JWD.‘ geht mit seinem Zeitgeist-Charakter weit über den Themenmix klassischer Männermagazine hinaus. Wir bieten dem Markt etwas Neues, das es so bisher noch nicht gibt.“

So sieht das Cover des neuen G+J-Magazins aus

Im Interview mit Almut Kipp von der dpa sprach der Entertainer über seine neuen Aufgaben:

Almut Kipp: Nach TV, Radio und Podcasts, also dem gesprochenen Wort, legen Sie jetzt mit Print los, dem gedruckten Wort. Was mögen Sie an Print?
Joko Winterscheidt: Ich bin ein unfassbarer Magazin-Junkie. Ich liebe alles, was da monatlich so rauskommt, von national bis international. Es gibt wenig, wofür ich viel Geld ausgebe; dafür gebe ich viel Geld aus. Und was mich jetzt fasziniert: Dass ich selber die Chance habe, etwas zu machen, von dem ich meine, dass es das noch nicht auf dem Markt gibt oder vorher gab.

Was wollen Sie dem Leser anbieten?
Wir machen ein Reportage-Magazin. Aber bei uns ist die Bedingung: Geschichten muss man miterleben, damit man davon erzählen kann, und nicht: Einer fährt wohin und berichtet, wie es dann so war. Wenn einer zu kiffenden Nonnen nach Kalifornien fährt, um über die Legalisierung von Gras und die Auswirkungen auf die Gesellschaft zu berichten, muss er ein Teil der „Subkultur“ kiffende Nonnen werden.

Echt, der Reporter muss selbst kiffen?
Wenn er das möchte, ist es ihm freigestellt. Das kann ich niemandem vorschreiben. Auch wenn es in Kalifornien jetzt legal ist. Der Reporter soll berichten: Wie ist es, wenn ich ein Teil der Gemeinschaft werde, wie fühlt sich das an. Erzählt aus der subjektiven Ich-Perspektive heraus.

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Kommen neben Reportagen auch andere Formate im Heft vor?
Zwischen 60 und 70 Prozent des Heftes sind Reportagen. Das ist das Herz des Magazins.

Es kommt aus der Stern-Familie von Gruner + Jahr. Wird es das Nachfolgeheft des stern, der Wundertüte?
Ja, absolut. Gott sei Dank ist Christian Krug jetzt nicht hier (der stern-Chefredakteur, Anm. der Red.). Nein, quatsch. Wir haben aber eine Pflicht, die dieser Name stern uns mitgibt. Es geht dabei um journalistischen Anspruch. Aber wir sind jünger in der Haltung und der Art und Weise, wie geschrieben wird.

Wer soll Ihr Magazin lesen? In der Ankündigung hieß es „Menschen“.
Ich bin kein Freund von Zielgruppen. Das Heft ist weder männlich noch weiblich, weder für 14- bis 29-Jährige noch 29- bis 49-Jährige. Wer Bock auf das Heft hat, wer lesen kann und Geschichten mag, wird etwas finden, was ihm gefällt.

Schreiben Sie auch selbst?
Ja. Es wird zwar ein langer Weg sein, bis meine eigene Reportage zu hundert Prozent nur von mir kommt. Aber wir sind ein Redaktions-Team, eine Familie. Wir hängen hier seit einem Jahr miteinander rum, es macht wahnsinnig viel Spaß. Allerdings: Ich rede halt schnell und zu merken, dass ich nur Satz für Satz aufschreiben kann und nicht in dem Tempo, in dem ich rede, ist schon ’ne andere Geschwindigkeit.

Recherchen in den USA, im Oman – das ist kostspielig. Da muss wieder etwas reinkommen, das Heft soll 4,40 Euro kosten. Ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis?
Ich haben den Spitznamen „Preis-Leistungs-Joko“. Der würde es kaufen.

G+J veröffentlicht mit Barbara Schöneberger ein Frauenmagazin, mit Eckart von Hirschhausen ein Gesundheitsheft. Beide sind im Zeitschriftenmarkt eingeschlagen. Erwarten Sie das auch?
Wenn man alles zusammenrechnet, was die beiden bisher verkauft haben, würde ich mit der ersten Ausgabe gerne darüber liegen. Kokett formuliert. Nein, ich würde mir nicht auferlegen wollen, irgendwelche Wettkämpfe untereinander auszutragen.

Welchen Preis möchten Sie mit dem Magazin gewinnen?
Hmm. Den Nannen-Preis?

Das ist naheliegend. Der stern verleiht ihn ja.
Der größte Preis, den man mir verleihen könnte, ist Ausgabe 2,3,4,5,6,7,8 … Ich möchte, dass mich das Heft bis zur Rente trägt.

JWD. erscheint erstmals am 22. März zum Copypreis von 4,40 Euro mit einer Druckauflage von 200.000 Exemplaren und dann mit zehn Ausgaben jährlich.

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