Partner von:
Anzeige

KEF-Chef bringt Erhöhung des Rundfunkbeitrags für ARD und ZDF um 1,70 Euro in die Diskussion

Heinz Fischer-Heidlberger ist der Vorsitzende der KEF
Heinz Fischer-Heidlberger ist der Vorsitzende der KEF

Heinz Fischer-Heidlberger ist der Vorsitzende der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) von ARD und ZDF. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung hat er nun erklärt, dass die Kommission wahrscheinlich eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags mit Beginn der nächsten Gebührenperiode 2021 vorschlagen wird. Bei dem angemeldeten Finanzbedarf der Sender könnte die Erhöhung 1,70 betragen.

Anzeige
Anzeige

Die KEF hatte jüngst in einem Zwischenbericht vor allem der ARD einen weitaus geringeren Finanzbedarf attestiert, als diese selbst. Allein für die ARD sei von einem Überschuss von 502,4 Millionen Euro auszugehen, beim ZDF seien es 27,7 Millionen, beim Deutschlandradio 14,4 Millionen. Dies gilt aber nur für die aktuell laufende Gebührenperiode bis Ende 2020. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung (Paid Content) machte Fischer-Heidlberger folgende Rechnung auf: „Wir haben im Moment noch eine Rücklage von zirka 532 Millionen Euro infolge der Nichtabsenkung des Beitrags um 30 Cent nach dem 20. KEF-Bericht. Daneben hat die KEF in ihrem jüngst veröffentlichten 21. Bericht errechnet, dass die Anstalten aktuell 545 Millionen Euro mehr haben, als sie bis 2020 brauchen. Das ergibt zusammen gut eine Milliarde Euro. Wenn ich dazurechne, welche Sparvorschläge die Anstalten für die Zukunft gemacht haben, komme ich auf eine Summe von maximal rund 1,5 Milliarden Euro.“ Der Bruttobedarf der Sender sei aber wesentlich höher. Das müsste durch einen höheren Beitrag ausgeglichen werden, so der KEF Vorsitzende.

Der aktuelle ARD-Vorsitzende, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, hat vorgerechnet, dass für die nächste Gebührenperiode rund drei Milliarden Euro fehlen würden, käme es zu keiner Erhöhung. Auf dieser Grundlage müsste der Rundfunkbeitrag von aktuell 17,50 Euro um 1,70 Euro erhöht werden. „Diese Zahlen sind bekannt“, so der KEF-Vorsitzende. Ob der Beitrag dann tatsächlich erhöht wird und um wieviel, das liegt freilich an den Länderparlamenten. Fischer-Heidlberger sieht aber aufgrund des Zeitdrucks kaum Möglichkeiten, dass Strukturreformen von ARD und ZDF bis zur kommenden nächsten Gebührenperiode so greifen, dass auf eine Erhöhung verzichtet werden kann: „Es gibt für die Bedarfsfeststellung einen gewissen zeitlichen Vorlauf. Das bedeutet, dass wir spätestens ab April 2019, also in kaum mehr als einem Jahr, den neuen gesetzlichen Auftrag kennen müssten, um auf dessen Grundlage die neue Abgabe zu errechnen. Das bedeutet ein Riesenzeitproblem. Ein veränderter gesetzlicher Auftrag muss in einem Staatsvertrag geregelt und dann von allen Landesparlamenten gebilligt werden. Mein Optimismus ist nur sehr begrenzt, dass der Auftrag bis dahin so verändert sein wird, dass es relevante finanzielle Auswirkungen hätte.“

Anzeige

Der KEF-Chef bereitet mit solchen Aussagen den Boden dafür, dass die Kommission wahrscheinlich eine moderate Erhöhung des Rundfunkbeitrags vorschlagen wird, was auch den Forderungen der Sender entspräche. Ob die Länder dabei folgen, steht auf einem anderen Blatt.

 

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

    1. Ein Unbekanntes Flug Objekt (UFO) hatte gestern Morgen gegen 05:48 Uhr MESZ auf den Radarschirmen des Münchener Flughafens „Franz Josef Strauß“ (ICAO-Code: EDDM) für helle Aufregung gesorgt. Als sich das Objekt dem ZDF-Landesstudio Unterföhring näherte wurde Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen alarmiert.

      Drei Minuten später befand sich eine bewaffnete Luftraumüberwachung der Bundesluftwaffe bestehend aus zwei Eurofightern auf Abfangkurs. Telefonterror erschrockener und verängstigter Bürger bei allen nördlichen POLIZEI-Stationen Münchens. Die Bevölkerung des Münchener Nordens wurde durch einen lauten Knall aus ihrem Tiefschlaf gerissen.

      Das Eurofighter-Alarmstartpärchen hatte mit MACH 1,5 (1.833 km/h) die Nordstadt überflogen und zog auf seinem Weg zur visuellen Identifizierung einen lauten Überschallknall hinter sich her. Nach einer halben Minute funkten dann die Aufklärungskameras des VISIDENT-Einsatzes folgendes Foto zum Luftstützpunkt zurück.

      UFO über ZDF-Landesstudio Unterföhring abgefangen (1 Foto)
      https://aufgewachter.wordpress.com/2017/06/13/ufo-ueber-zdf-landesstudio-unterfoehring-bayern-abgefangen/

  1. Lassen Sie doch den Sport aus den Nachrichtensendungen und machen Sie nur eine kurze Sportsendung. Es ist sehr ärgerlich, dass man im Ausland über das Internet in den Nachrichten nur ein graues Bild erhält, wenn man die Nachrichten sehen will. Außerdem sprengen die Sportsendungen jedes Budget. Hiwer kann viel Geld gespart werden.

  2. hier ist doch eins wieder klar :GIER FRISST HIRN immer mehr verlangen und die Leistungen nach unten fahren, so wie halt in der Politik….

  3. Hier mal beispielhaft die Bezüge der Führungsetage von Radio Bremen. 216 Mitarbeiter – ein Zwergensender.
    1x Intendant, 2x Direktor = 600.000€ p.a.. Für den Intendaten mit Bezügen iHv. 273.000€ wurden 2016 zusätzlich satte 243.000€ den Pensionsrückstellungen zugeführt.
    Klar, denn die ca. 20.000€ monatlich, die er als „Rente“ erwartet, müssen finanziert werden. Dazu die zu erwartenden Rentenzuwächse – die trotz Reform an die Tariferhöhungen gekoppelt bleiben….das Tafelproblem hat diese Riege nicht.
    http://www.radiobremen.de/unternehmen/organisation/veroeffentlichungen/bezuege-des-direktoriums102.pdf

  4. Auf keinen Fall Erhöhung der Gebühren .Man sollte lieber einige dritte Sender zusammen legen um Kosten zu sparen.Wir brauchen keine andauernde Wiederholungen! Dafür gibt es Mediatheke

  5. Ich bin sogar bereit, 20 Euro im Monat zu zahlen. Aber nur, wenn im Gegenzug der öffentlich-rechtliche Rundfunk komplett werbefrei wird.

    Die Werbeeinnahmen tragen ohnehin nur noch in der Größenordnung von 10 Prozent zu den Gesamteinnahmen bei. Aber die öffentlich-rechtlichen Sender überbieten einander zum Teil mit seichtem Mist, bloß um das beste Werbebegleitgrün herzustellen. Befreit die Öffentlich-Rechtlichen endlich von diesem Unsinn!

    Gleichzeitig wird der Werbemarkt für die Privaten fairer, weil sie nicht mehr subventionierter Konkurrenz ausgesetzt sind.

    Wenn der Herr Professor so viel freie Zeit hat, dann soll er endlich einmal einen Vorschlag ausarbeiten, der im System Ordnung und Gerechtigkeit schafft.

  6. Faszinierend und erschreckend zugleich zu beobachten, wie schmerzfrei wir hier von Staatsdienern samt Komplizen im Umfeld abgezockt werden.
    Da wird gerade darüber gesprochen ob die Beiträge abgeschafft werden … und im gleichen Moment denken die unverhohlen über eine Erhöhung nach!
    Besser kann einem nicht klar gemacht werden, dass die Bevölkerung diesem Selbstbedienungsladen komplett … eiß egal ist.
    Ich bin politisch weder rechts noch AfD, sondern in der berühmten Mitte angesiedelt – wünsche mir aber auch, dass dieses öffentlich rechtliche Pack endlich zusammengestutzt wird!

  7. Kaum hat man gesehen, dass die Stimmung in der Schweiz für das öffentlich-rechtliche System ist, sinkt die Hemmschwelle für Erhöhungen und gegen Sparmaßnahmen.

  8. Warum nicht 100 Euro im Monat ?
    Dann würde es vielleicht endlich mehr Widerstand gegen diese Abzocke geben.

    5 Euro wären völlig ausreichend, wenn es wirklich nur um die Grundversorgung mit 3 Programmen gehen würde. Die haben doch früher auch ausgereicht. !
    Wer braucht so viele TV und Radiosender ?
    D hat ja mehr staatliche Sender als die VR China.
    Pardon, „öffentlich-rechtliche“…..

  9. hört noch mal in die Maischbergersendung rein vor allem den Disput zwischen v. Storch und Burrow welcher behauptete das doch Bildung erfolge durch die Rate – und Spielsendungen da würde man was lernen.
    Bescheuerter kann man uns nicht verarschen.
    selbst in zdfInfo wird be – nazi – t beböst und die lieben Amis als Befreier gefeiert

  10. gern biet ich meine Erfahrungen als Sanierer an. da ist soviel Fett dran! Mindestens 40% kann man sparen ohne Leistungsverzicht! Oft erreicht!

    auf jeden Fall muss man diese Landeseinflüsse und jobbesorgungsgruppierungen auflösen

    normale Bürger sollten das Programm und die Ausgaben bestimmen. Keine Politiker die sind User keine Kunden

  11. Warum eigentlich nicht 54,90 €/Monat?

    Den Betrag habe ich mir jetzt ausgedacht, aber es wäre ein nettes Gedanlkenspiel nicht nur für die Beitragszahler sondern auch für die ÖR-Verantwortlichen.

    Wenn ich davon ausgehe, dass heute – je nach Sendeanstalt – bereits über 35% der GEZ-Gebühren (!) in die Rente der Mitarbeiter fließen und weitere 18% an die GEMA und andere Leistungsrechte Nutznießer gehen, dann stünden mit 54,90 € plötzlich wieder 90 % oder mehr Geld für das Programm zur Verfügung und die Rentensumme fällt auf lächerliche 6% oder so ähnlich.

    Damit wäre alles gerettet! Natürlich lassen sich 54,90 € niemanden mehr vermitteln. Aber im Jahr 2050 (sofern nicht bis dahin das Kalifat 🙂 ausgerufen worden ist) müssen wir alle mit einem Beitrag um oder über 50 € rechnen und dann werden die Pensionskosten bereits bei 60% oder höher liegen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia