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Neue Heimat für Frankfurter Rundschau und FNP: Verleger Dirk Ippen übernimmt Tageszeitungen von FAZIT-Stiftung

Dirk Ippen übernimmt die Frankfurter Rundschau und die Frankfurter Neue Presse
Dirk Ippen übernimmt die Frankfurter Rundschau und die Frankfurter Neue Presse

Die Frankfurter Rundschau und die Frankfurter Neue Presse wechseln den Besitzer. Die Fazit-Stiftung, zu der auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung gehört, verkauft die beiden Zeitungen an den Verleger Dirk Ippen. Damit kommen auf Ippen große Aufgaben zu. Vor allem bei der Frankfurter Neuen Presse. Hier kam bei vielen Leser der Relaunch der Zeitung im vergangenen Jahr nicht gut an. Viele kehrten dem Blatt deshalb den Rücken und kündigten ihre Abos.

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Die Gerüchteküche brodelte seit Längerem. Jetzt ist es offiziell. Die Frankfurter Rundschau und die Frankfurter Neue Presse (FNP) bekommen einen neuen Eigentümer. Die FAZIT-Stiftung, zu der auch die Frankfurter Allgemeinen Zeitung gehört, veräußert die beiden Tageszeitungen an den Verleger Dirk Ippen und die MDV-Mediengruppe der Familie Rempel. Zum weit verzweigten Medienreich von Ippen gehören der Münchener Merkur, die Hessische/ Niedersächsische Allgemeine in Kassel, die Gießener Allgemeine, die Wetterauer Zeitung, die Alsfelder Allgemeine sowie Offenbach Post und Hersfelder Zeitung. „Mit der Zeitungsholding Hessen haben wir einen starken Partner gefunden, der über eine sehr gute Basis zur Zukunftssicherung und Weiterentwicklung unserer regional ausgerichteten Titel Frankfurter Neue Presse und Frankfurter Rundschau verfügt“, sagt der Vorsitzende des Kuratoriums der Fazit-Stiftung, Andreas Barner.

Teil des Deals sind neben den Tageszeitungen auch das Anzeigenblatt Mix am Mittwoch, die Vermarktungsgesellschaft RheinMain.Media, die Digitalagentur Rhein-Main.Net und die Frankfurter Societäts-Druckerei. Der Verkauf stünde aber noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamtes, heißt es. Ein entsprechender Antrag sei gestellt worden. Das Mega-Geschäft deutete sich schon seit Monaten an. Im Oktober vergangenen Jahres kursierten hierzu erste Marktgerüchte. Doch die Fazit-Stiftung hielt sich damals dazu bedeckt. „Wie bei allen Marktteilnehmern üblich, prüft auch die Fazit-Stiftung regelmäßig Optionen und Perspektiven für ihre verschiedenen Zeitungstitel“. In diesem Kontext würden mit anderen Verlagen „von Zeit zu Zeit Gespräche über Möglichkeiten der Kooperation oder alternative Formen der Zusammenarbeit“ geführt. „Spruchreife Pläne“ gebe es derzeit aber nicht.

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Mit dem Veräußerung kommen auf Ippen gewaltige Aufgaben zu. Vor allem bei der Frankfurter Neuen Presse. Die Zeitung hatte Mitte vergangenen Jahres eine neue Struktur erhalten. Doch die von Chefredakteur Joachim Braun erfolgte Blattreform kam bei den Lesern nicht gut an. Viele Leser kündigten ihre Abos. Wenige Wochen nach der Umstellung waren es rund 400. Hausintern wurden allerdings deutlich höhere Zahlen kolportiert. Dabei hatte das Verlagshaus für die Auffrischung des Titels tief in die Tasche gegriffen. Rund eine Millionen investierte das Unternehmen in einen neuen Newsroom. Mit dem Verkauf der Frankfurter Rundschau und der Frankfurter Neuen Presse steht aber auch die Vermarktung der Frankfurter Allgemeine Zeitung vor einem Problem. Bislang wurden alle drei Zeitungen gemeinsam in einer Rhein-Main-Kombi vermarktet. Nun könnte diese auseinander brechen. Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung steht vor einem Aufbruch, jedenfalls räumlich. Denn die renommierte Tageszeitung will aus ihrem bisherigen Verlags- und Redaktionsgebäude ausziehen und sucht bereits seit einigen Wochen nach einem neuen Sitz in Frankfurt.

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