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Bavaria Film bildet Wedel-Task-Force: Produktionsfirma überprüft frühere Dreharbeiten mit dem Regisseur

„Es gilt die Unschuldsvermutung. Aber als Produzent haben wir eine moralische Verantwortung“, erklärt Bavaria-Chef Christian Franckenstein im neuen Spiegel
"Es gilt die Unschuldsvermutung. Aber als Produzent haben wir eine moralische Verantwortung", erklärt Bavaria-Chef Christian Franckenstein im neuen Spiegel

Nach den schweren Vorwürfen gegen Regisseur Dieter Wedel reagieren nun erste Medienunternehmen: So arbeitet neben dem SR auch Bavaria Film ihre gemeinsame Geschichte mit dem 75-Jährigen auf. Wie der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, gründete die Produktionsfirma dafür ein Rechercheteam, das frühere Dreharbeiten untersuchen soll.

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Die Mitarbeiter in dem Team haben in Reaktion auf die Anfang Januar im Zeit Magazin erhobenen Vorwürfe eine Stab- und Besetzungsliste der Wedel-Filme erstellt. Nachdem im Archiv des Saarländischen Rundfunks Hinweise auf mögliche Vorfälle bei Dreharbeiten mit Dieter Wedel aufgetaucht sind, soll die Rechercheeinheit nun überprüfen, ob bei der Bavaria ähnliche Dokumente zu finden sind. Die Münchener Firma hat drei Filme des TV-Regisseurs und Drehbuchautors produziert. Dazu zählen „Der König von St.Pauli“ (1997), „Die Affäre Semmeling“ (2011) und „Gier“ (2009). Der Ombudsfrau der Bavaria Film lägen bislang keine Vorwürfe vor, so der aktuelle Bavaria-Chef Christian Franckenstein gegenüber dem Spiegel. „Es gilt die Unschuldsvermutung. Aber als Produzent haben wir eine moralische Verantwortung“, erklärt er in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins.

Anfang Januar hatte das Zeit Magazin von drei Schauspielerinnen berichtet, die dem Regisseur sexuelle Belästigung vorwarfen. In einer eidesstattlichen Erklärung widersprach der 75-Jährige. Die Zeit hat am Donnerstag nachgelegt: Nun haben vier weitere Frauen neue, schwere Vorwürfe erhoben. Diese reichen von Schikane, Gewalt und sexueller Nötigung bis hin zur Vergewaltigung.

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In ihrer Berichterstattung weist die Zeit daraufhin, dass sich zahlreiche Anschuldigungen durch Dokumente aus Archiven belegen lassen. Zudem würden Aussagen von Zeugen am Filmset, von Freunden und Angehörigen der Frauen ihre Angaben stützen. Auch die betroffenen Frauen Esther Gemsch und Ute Christensen haben gegenüber der Zeit eidesstattliche Versicherungen abgegeben.

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