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Wegen massiver Probleme bei der GfK: auch am Montag keine Einschaltquoten

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Nachdem bereits von Freitag bis Sonntag keine Einschaltquoten veröffentlicht wurden, wird sich dieser Zustand auch am Montag fortsetzen. Wie die Arbeitsgemeinschaft Videoforschung (AGF) am Freitagabend mitteilte, setzt sie wegen der technischen Probleme der GfK die "Ausweisung der tagesaktuellen TV-Leistungsdaten bis einschließlich Montag" aus.

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Wie bereits am Freitag berichtet, kommt bzw. kam die GfK nicht an die Daten in den Quoten-Messgeräten heran. Die AGF beschrieb das am Freitagabend so: „Aufgrund eines Übertragungsproblems können seit Donnerstagabend keine Daten aus den Messhaushalten der GfK mit TC Score-Messgeräten abgerufen werden“.

Zwar habe die GfK die Ursache des Übertragungsproblems inzwischen identifiziert und arbeite unter Hochdruck an der Lösung. Doch, so AGF-Geschäftsführer Willibald Müller: „Für die AGF gilt als oberste Maxime, dem Markt verlässliche und belastbare Daten zur Verfügung zu stellen. Um dies zu gewährleisten, wurde die Auslieferung bis zum Montag nach Ablauf sofort ergriffener Problemlösungs- und Qualitätssicherungsmaßnahmen ausgesetzt. Die AGF GmbH wirkt gegenüber ihrem Dienstleister GfK weiter auf die möglichst umgehende Behebung des Fehlers hin“.

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Komplett ausfallen werden die Quoten der Tage Donnerstag bis Sonntag aber wohl nicht: „Die AGF geht derzeit davon aus, dass die Messung der Nutzungsdaten in den Haushalten von der Störung nicht betroffen ist und somit keine Daten rückwirkend verloren gehen. Die TV-Daten werden also kontinuierlich weiterhin erhoben und zu einem späteren Zeitpunkt vollständig gewichtet dem Markt zur Verfügung gestellt.“

Bis dahin gibt es aber keine Quoten-Analysen auf MEEDIA und entspannte Tage für TV-Macher, die ausnahmsweise mal nicht unter Quotendruck stehen.

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Alle Kommentare

  1. Es kommt nicht auf die Art der Erhebung der Quoten an, sondern auf die Existenz von geeigneten Quoten. Wer immer diese auf welche Weise liefert.

    Denn wer sollte schon die Stichhaltigkeit der kolportierten Einschaltquoten garantieren. Welche Medien verfügen über genügend öffentliches Vertrauen, die Aussagen zu Sehbeteiligung und Marktanteilen glaubwürdig zu hinterfragen.

    Wir glauben alles, bis sich eines Tages womöglich zufällig herausstellen wird, daß der letzte verblieben Fernsehzuschauer bereits vor langer Zeit verschieden ist.

    Aber auch das wird an der Existenz und dem Mittelbedarf der GEZ- Medien nicht rütteln können.

  2. Hab mir auch gedacht, dass da jemand eingegriffen hat und mal ausprobieren will, wie es wäre ohne Quoten. Interessant, dass sie es sich erlauben können, nicht mitzuteilen, was eigentlich los ist. Auch das nimmt man denen einfach so ab. Warum eigentlich? Wo ist der Aufschrei der Medien? Wo ist eine Stellungnahme der GfK. Obwohl, für die Macht in den Händen der „Macher“ wäre das doch ganz bequem. Keine „Noten“ mehr vom Publikum, keine Kommentare zu ihren Leistungen und Fehlleistungen. Kein Knowhow mehr, wer hinter Tops und Flops steckt. Das Paradies vor allem für diejenigen, die 9 Milliarden Gebühren kassieren und keinerlei wirklichen (Über-)Prüfungen unterliegen. Wenn der Quotendruck weg ist, wird das für die Sender-Leute, die Politik und die Fernsehrats-Zirkusveranstaltungen Friede, Freude, Eierkuchen.

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