Anzeige

830.000 Hefte zum Kiosk-Kampfpreis von einem Euro: Burda lässt es zum 25. Focus-Geburtstag krachen

Focus-Chefredakteur Robert Schneider führt das Nachrichtenmagazin von Burda seit März 2016
Focus-Chefredakteur Robert Schneider führt das Nachrichtenmagazin von Burda seit März 2016

Als Burda seinen Anti-Spiegel am 18. Januar 1993 erstmals an die Verkaufsstellen lieferte, war die Münchener Info-Illustrierte ein echter Gamechanger, der dem Hamburger Nachrichtenmagazin mit seiner Fakten-Philosophie arg zusetzte. Kommende Woche wird der Focus 25 Jahre alt. Aus diesem Anlass startet der Verlag eine beispiellose Marketingaktion für seine ab Samstag erhältliche Jubiläumsausgabe.

Anzeige
Anzeige

Der erste Focus anno 1993 war innerhalb weniger Tage ausverkauft, und das vom Start weg große Interesse der Werbetreibenden am Spiegel- und stern-Konkurrenten sorgte dafür, dass Burda das ambitionierte Projekt von Anfang profitabel betreiben konnte. Nach sechs Jahren erreichte das Magazin sogar mehr Leser als der Spiegel. Inzwischen haben sich die Verhältnisse vor allem im harten Einzelverkauf wieder deutlich zugunsten der Rivalen aus Hamburg verschoben.

Die Jubiläumsausgabe: Der Focus spricht mit Frank-Walter Steinmeier über die Lage Deutschlands

Dennoch ist man bei Hubert Burda Media mächtig stolz auf das erreicht und will mit der Jubiläumsnummer zeigen, wofür der Focus steht. So hat das Team um den seit knapp zwei Jahren amtierenden Chefredakteur Robert Schneider für das neue Heft 25 Künstler eingeladen zu zeigen, wie sie den Focus sehen, darunter Stars wie Ai Weiwei, Tobias Rehberger, Aino Laberenz, Erwin Wurm und Anselm Reyle. Auf dem Cover ist Frank-Walter Steinmeier abgebildet, mit die Redaktion ein Exklusiv-Interview über die Lage Deutschlands in Zeiten einer geschäftsführenden Bundesregierung geführt hat. Auch Verleger Hubert Burda kommt zu Wort und erinnert sich an die Einführung des Magazins.

Anzeige

Zudem startet der Focus mit Ausgabe #3 eine neue Reihe zu den größten Kunstsammlern Deutschlands. Den Auftakt macht ein Ortstermin mit Schrauben-Milliardär Reinhold Würth in seiner einzigartigen Kunstsammlung. Ansonsten findet sich die Zahl 25 in weiteren Geschichten. So präsentiert Kult-Koch Jamie Oliver ein „Focus-Geburtstags-Menü“ mit fünf Gängen und 25 Zutaten. Und das Magazin blickt in die Zukunft und orakelt, wer die 25 Menschen sind, die das Land in den nächsten – natürlich – 25 Jahren „bewegen“ werden. Zu den Auserwählten zählen u.a. Andreas Mühe, Emilia Schüle, Silvan Wagenknecht, Fränzi Kühne, Tatjana Tchumatchenko, Joko Winterscheidt, Paul Ziemiak, Susann und Nora von Edition F., Anna Ewers oder Timo Werner.

Vor 25 Jahren lag der erste Focus mit Hans-Dietrich Genscher als Favorit für die Weizsäcker-Nachfolge am Kiosk

Besonders ist auch der Verkaufspreis: Die Jubiläumsausgabe kommt als 1-Euro-Ausgabe an den Kiosk, und zwar in der gewaltigen Druckauflage von 830.000 Exemplaren. Um die an die Käufer zu bringen, spendiert Burda dem Geburtstags-Focus eine große Werbekampagne in TV, Funk, Print, Online und Social Media mit einem siebenstelligen Brutto-Media-Volumen und Sonderaktionen am Point of Sale. Eine Geburtstags-Party gibt es auch: Die findet am heutigen Focus-Stammsitz in Berlin statt. Zur Feier im Borchardt werden am 18. Januar hochkarätige Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien, Kunst und Kultur erwartet.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. So geht es nicht nur dem Focus! Generell wird die Presse weitaus mehr durch Politik gesteuert als es jedem rechtschaffenen Journalisten lieb ist.Als Angedtellter Journalist wirst du bzw. Deine Meinung totgeschwiegen. Als freier Journalist hast du ohne objektive Lobby ohnehin keine Chance!!

  2. Gilt dieser Sonderpreis für die Print-Ausgabe auch für Leute, die den „Focus“ abonniert haben? Das sind häufig Leser, die via „Focus online“ hie und da Artikel kommentieren und von schwer vermittelbaren, so genannten Journalisten gelöscht werden.
    Und dies nur: Weil man nicht die links-rot-grün gestrickte, langweilige Meinung vertritt…

  3. Geistige Armenspeisung, seit einem Vierteljahrhundert.
    In weiteren 25 Jahren längst in der Tonne — gemeinsam mit der Konkurrenz.

  4. Immer noch zu teuer.
    Feierabendblogs wie Hadmut Danisch bringen mehr Investigatives als Burdas und Springers Contentsimulationen zusammen. Da spendet man lieber und setzt es zudem von der Steuer ab.

    Im Rechtsstreit um Addblocker wurde ja das Kerngeschäft von Springer benannt: Werbung. Und wer schreibt dort aktuell im Modus der Zurechtweisung? Prekäre Ex-tazler wie Stokowski und Burmeister. Nee danke – nicht mal geschenkt.

  5. Auch für 1€ wird der Mist nicht besser…
    Die BLÖD Zeitung gibt´s 1x im Jahr umsonst… landet trotzdem ungelesen in der blauen Tonne!

    Wenn die FOCUS Red. von 5-7% jährlichem Auflagenverlust weg kommen wollen, dann müssen sie die Wahrheit schreiben… aber das dürfen sie nicht!

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*