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Umsatzeinbußen von bis zu 10 Milliarden Dollar: Apple könnte wegen iPhone-Akku-Austausch 16 Millionen Geräte weniger verkaufen

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Plötzlich wieder im Blickpunkt: das längst vergessene iPhone 6

Es war der Apple-Aufreger zum Jahresende: Die Kontroverse, dass Apple die Nutzung von iPhones wegen der Alterung der Batterien verlangsamt. Der iKonzern reagierte daraufhin mit einem vergünstigten Akku-Austausch-Programm. Nach dem Image-GAU folgt nun die Vermessung des finanziellen Schadens: Die britische Bank Barclays kommt in einer neuen Studie zu dem Ergebnis, dass Apple in diesem Jahr wegen der Kaufrückstellung neuer iPhones Umsatzeinbußen von bis zu 10 Milliarden Dollar entstehen könnten.

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Es war ein rare Entschuldigung, wie man sie von Apple seit dem Maps-Debakel nicht gehört hatte. „Wir wissen, dass einige das Gefühl haben, Apple hätte sie im Stich gelassen. Dafür entschuldigen wir uns“, erklärte der wertvollste Konzern der Welt am 28. Dezember kleinlaut angesichts der Kontroverse um die verlangsamte Nutzung von älteren iPhones.

Das Eingeständnis trat im Social Web eine Empörungswelle los – erste Klagen folgten. Mit dem verbalen Kniefall und dem verbilligten Batterieaustausch hat Konzernchef Tim Cook eine drohende PR-Krise zwar eingedämmt, aber nicht vollkommen beseitigt – die Kritik hielt weiter an.

Barclays: Apple-Kunden könnten iPhone-Käufe wegen Batterieaustausch zurückstellen

Nach dem Image-GAU folgt nun die Vermessung des finanziellen Schadens. Wie Apple vergangene Woche ankündigte, kostet ein  Batteriewechsel Kunden außerhalb der Garantiezeit beim iPhone 6 und späteren Modellen bis Ende dieses Jahres nun nur noch 29 Dollar / Euro  statt bisher 79 Dollar bzw. 89 Euro.

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Wie Barclays-Analyst Mark Moscowitz gestern in einer Studie vorrechnete, die dem Blog 9to5Mac vorliegt, könnte das verbilligte Austauschprogramm für Apple doch weitreichendere wirtschaftliche Folgen haben, weil Besitzer von älteren iPhones so für vergleichsweise kleines Geld ein potenzielles Upgrade ihres Geräts bekommen, was wiederum eine Rückstellung eines Neukaufs zur Folge haben könnte.

Umsatzeinbuße von insgesamt bis zu 10 Milliarden Dollar

So schätzt Moscowitz, dass sich 519 Millionen iPhones für den möglichen Batterieaustausch qualifizieren  – und am Ende etwa 10 Prozent der Besitzer (54 Millionen) für einen Austausch entschließen würden. Zwar würde der Akku-Austausch Apple einerseits Mehreinnahmen von ca. 1,57 Milliarden Dollar bescheren, andererseits würde der Kultkonzern durch die zurückgestellten iPhone-Käufe deutliche Umsatzeinbußen zu beklagen haben.

Mark Moscowitz beziffert die entgangenen iPhone-Absätze in diesem Jahr auf happige 16 Millionen Einheiten, die wiederum zu  Umsatzeinbußen von 11,85 Milliarden Dollar führen würden. Summa summarum könnte Apple das Battery-Gate nach Einschätzung von Barclays damit 10,29 Milliarden Dollar kosten.

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