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Von „The Get Down“ bis „Stranger Things“: Das sind die teuersten Netflix-Serien aller Zeiten

„Sense 8“, „The Crown“, „The Get Down“ und „Marco Polo“ gehören zu den bis dato teuersten Netflix-Eigenproduktionen
"Sense 8", "The Crown", "The Get Down" und "Marco Polo" gehören zu den bis dato teuersten Netflix-Eigenproduktionen

Die Bedeutung von Streamingdiensten wächst unaufhaltsam – allen voran Netflix. Immer mehr aufwändige und außerordentlich teuer produzierte TV-Serien fluten mittlerweile den Markt. In den USA halten sich Serienproduktionen für lineare TV-Sender zwar noch tapfer an der Spitze der teuersten Serien aller Zeiten, doch auch beim Thema Produktionskosten drängt Netflix unaufhaltsam nach oben.

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Zum ersten Mal wurde eine TV-Serie als ein großes Kunstwerk, als eine Produktion, die dem Kino das Wasser reichen kann, wahrgenommen, als David Lynchs Mystery-Serie „Twin Peaks“ in den 1990er Jahren ihren Weg auf die Fernsehbildschirme fand. Mehr als 20 Jahre später ist das serielle Erzählen endgültig zur Königskategorie der Fiktion-Produktion aufgestiegen – und hat das Kino, was ausführliches und detailverliebtes Storytelling angeht, gar überholt: „Moderne TV-Serien haben mehr Ähnlichkeit mit Romanen als mit Kinofilmen“, sagt beispielsweise Regisseur David Fincher, der Netflix zuerst „House of Cards“und dann „Mindhunter“ brachte.

Die immer größer und einflussreicher werdenden Streamingdienste wie Netflix und Amazon Prime Video haben der TV-Serie auf ihrem Weg nach oben ausschlaggebend geholfen, da das On-Demand-Konzept dem Nutzungsverhalten von Serienfans mehr entspricht als das lineare Fernsehen mit seinen festen Sendeplätzen. Der Serienmarkt wird dabei mittlerweile von neuen Produktionen regelrecht geflutet. Davon sind freilich nicht alle erstklassig, doch es gibt immer mehr Leuchtturmserien wie „Game of Thrones“, die sich in Sachen Produktionsaufwand und -kosten ständig überbieten. Zuletzt sorgte beispielsweise Amazons Streamingdienst für Schlagzeilen, der sich die Serien-Rechte an der Fantasy-Saga „Herr der Ringe“ gesichert hat und dafür allein satte 250 Millionen Dollar hingeblättert haben soll.

Beim Vergleich der internationalen TV-Serien der vergangenen Jahre fällt auf: Serienproduktionen für TV-Sender halten sich wacker in der Liste der teuersten Produktionen. So steht beispielsweise HBOs „The Pacific“ (HBO) mit 20 Millionen Dollar Budget pro Episode noch unangefochten an der Spitze. Und auch „Emergency Room“ (NBC, 13 Mio./Episode), „Band of Brothers“ (HBO, 12.5 Mio/Episode), „Game of Thrones“ (HBO, schätzungsweise 10-14 Mio/Episode) oder „Friends“ (NBC, 10 Mio/Episode) gehören nach wie vor zu den teuersten Serien „aller Zeiten“. Doch in die Liste schaffen es auch immer mehr Netflix-Produktionen, was beweist, wie radikal der Streaminganbieter die Bedeutung seiner Eigenproduktion durch enormen Aufwand steigert. Und damit ist er nicht allein: Amazon wird sicher ebenfalls bald aufrücken.

Das sind die bislang teuersten Netflix-Serie aller Zeiten:

1. „The Get Down“: 16 Millionen Dollar pro Episode
Mit einem Gesamtbudget von geschätzten 120 Millionen US-Dollar ist „The Get Down“ die bislang teuerste Netflix-Eigenproduktion. Die Serie spielt im New York der 1970er Jahre und handelt von einer Gruppe Jugendlicher, die versuchen als Hip-Hop-Tänzer durchzustarten, um so ihrer Armut zu entkommen. „The Get Down“ wurde allerdings nach einer Staffel eingestellt. Ob das daran lag, dass die Resonanz dem enormen Produktionsaufwand nicht gerecht wurde, ist nicht bekannt. Netflix gibt seine Zuschauerzahlen nicht preis.

2. „The Crown“: 13 Million Dollar pro Episode
Die britische Netflix-Serie wurde von Peter Morgen entwickelt, der 2006 bereits für den Kinofilm „Die Queen“ verantwortlich war. „The Crown“ beschäftigt sich mit dem Leben der britischen Königin Elizabeth II. Die zweite Staffel der Serie startete am vergangenen Wochenende; in jeder Staffel gibt es jeweils zehn Episoden zu sehen. Die hohen Kosten sollen unter anderem in die Kostümausstattung geflossen sein; so kostetet das Hochzeitskleid von Elisabeth II. angeblich allein 35.000 Dollar.

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3. „Marco Polo“: 9 Millionen Dollar pro Episode
Insgesamt 20 Episoden wurden in zwei Staffel der Serie produziert, die das Leben des jungen Marco Polo verfilmt. Im Dezember 2016 wurde „Marco Polo“ eingestellt, mutmaßlich ebenfalls wegen zu hoher Kosten.

3. „Sense8“: 9 Millionen Dollar pro Episode.
Acht Menschen aus aller Welt – sogenannten „Sensates“ – sind aufgrund eines tragisches Ereignisses telepathisch miteinander verbunden. Nach zwei Staffeln und insgesamt 23 Folgen gab Netflix im Juni 2017 zunächst die Einstellung der Serie bekannt. Doch noch im selben Monat kündigten die Macher ein zweistündiges Serienfinale für 2018 an.

5. „Stranger Things“: 8 Millionen Dollar pro Episode (in Staffel 2)
Staffel 1 der beliebten Mystery-Serie kostete schätzungsweise fünf Millionen Dollar pro Episode, für die Produktion der zweiten Staffel wurde dieses Budget auf 8 Mio./Episode angehoben. Vor wenigen Wochen gab Netflix offiziell bekannt, dass es eine dritte Staffel geben wird.

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