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Selfie mit der Schöneberger im Verlags-Foyer: Gruner + Jahrs Babara auf Tuchfühlung mit 180 Leserinnen

Bad in der Lesermenge: Barbara Schöneberger am Freitag beim Ortstermin im G+J-Verlagsgebäude
Bad in der Lesermenge: Barbara Schöneberger am Freitag beim Ortstermin im G+J-Verlagsgebäude

“Guuuuuuten Morgen”, trällert eine gewohnt gut gelaunte und ansteckend aufgekratzte Barbara Schöneberger in ihr Mikrofon, während sie im Foyer des Gruner + Jahr-Verlagsgebäudes am Hamburger Elbufer auf eine kleine Bühne hüpft. Unter dem Motto “Leserinnen fragen. Barbara antwortet” lud die Moderatorin und Magazin-Macherin Leserinnen in die Hansestadt, um mit der Zielgruppe auf Tuchfühlung zu gehen.

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Tatsächlich war das Interesse dann doch so groß, dass die Redaktion die Teilnahme verlosen musste. Mehr als Sekt, Kaffee und eine rund einstündige Frage- und Antwort-Runde gab es aber auch nicht. Trotzdem waren die Besucherinnen im Anschluss zufrieden. Schöneberger gab sich volksnah. Sie stand für jedes Selfie zur Verfügung, schrieb Autogramme und lachte, was das Zeug hielt.

Gruppenbild mit #Barbara #Schöneberger #Hamburg #magazine #Leser #baumwall

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Alleine dieser Event zeigt, welch bislang ungewohnte Energie in dem Modell der Presenter-Hefte steckt. Wann gab es in Deutschland jemals ein Magazin, das bereits zwei Jahre nach seinem Marktstart die Leser derart begeistert, dass sie für ein anderthalbstündiges Gruppentreffen mit der Namensgeberin durch die halbe Republik fahren? Für Barbara Schöneberger machen das die Leserinnen. Die meisten von Ihnen sind zwischen 30 und Mitte Vierzig, wohlsituiert und gut gebildet. Sie scheinen im besten Sinne Mitten im Leben zu stehen – genau das Bild, das Schöneberger auch selbst zu vermitteln versucht.

“Als wir mit dem Heft rauskamen, haben alle gelacht”, stellte sie zu Beginn des Events fest, um dann mit Blick auf die neuen Heft-Projekte von Lafer, Joko Winterscheidt oder Daniela Katzenberger zu sagen: “Jetzt lacht keiner mehr.” Zudem hätte ein eigenes Magazin den großen Vorteil, dass sie nun auch immer was verteilen könne. “Roberto Blanco hat immer Autogrammkarten, die er jedem in die Hand drückt. Ich habe jetzt ein Magazin, das ich verschenken kann.”

In den folgenden 60 Minuten beantwortete die Herausgeberin des Magazins zusammen mit Redaktionsleiterin Stefanie Hellge etliche Fragen. So verriet sie, dass sie jeden Freitag nach Hamburg in die Redaktion komme und wirklich jede Seite von ihr abgenommen werde, auch wenn sie meistens kaum etwas ändern müsse, weil alles schon so perfekt sei.

Auf die Frage nach publizistischen Vorbildern gestanden die Macherinnen, dass sie schon schauen würden, was die Konkurrenz so macht, allerdings hätte man sich im Vorfeld niemals das Oprah Winfrey-Magazin angesehen. Linda von Linda de Mol aus Holland jedoch schon: “Die macht aber so viele Geschichten über alte Frauen, die mit jungen Männern Sex haben.” Kurze Pause, dann tiefer Blick in das volle Auditorium und die anschließende Frage: “Wenn Ihr wollt, machen wir das auch.” Wieder eine kurze Pause und nur verhaltener zustimmender Applaus, dann holt sie noch einmal zur typischen Schöneberger-Pointe aus: “Denn alte Frauen kenne ich genug.”

Eine andere Leserin fragte nach den vielen Werbeanzeigen. Antwort von Hellge: “Wenn Sie Hefte mit wenigen Anzeigenseiten sehen, lesen Sie die schnell. Es kann sein, dass die bald eingestellt werden. Freuen Sie sich also, wenn wir viele Anzeigen haben”.

#Barbara #Schöneberger trifft ihre Leserinnen bei #G+J #barbaraschöneberger

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Offenbar besorgt wollte wiederum eine Leserin wissen, wie lange Schöneberger denn noch das Magazin machen wolle. Die Herausgeberin versprach, noch lange dabei zu bleiben. Für sie scheint die Zeitschrift eine Art Zukunftsversicherung zu sein, denn sie wisse nicht, wie lange sie noch als Moderatorin gebucht wird. Wenn diese Jobs rarer werden, hätte sie ja immer noch die Illustrierte.

Neben der Plauderei über sich und ihr Heft verriet die Hobby-Journalistin allerdings auch noch, dass es schon bald auch Produkte von ihr und ihrem Magazin zu kaufen geben wird. Um was es sich dabei handelt, wollte Schöneberger jedoch nicht verraten.

Nach einer guter Stunde war Schluss und die Gastgeberin bat alle anwesenden Leserinnen noch zum Gruppenfoto. Zufrieden raunte eine Leserin ihrer Nachbarin noch zu: “Und jetzt organisieren wir uns noch einen Sekt.”

Im Anschluss traf MEEDIA die Gastgeberin zum Drei-Minuten-Talk.

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180 Leute kommen nur wegen ihres eigenen Heftes…
…das fühlt sich richtig toll an, falls Sie das fragen wollten.

Nicht ganz.
Für mich ist es das Schönste, wenn ich mal in den Kundenkontakt komme. Der absolute Albtraum ist es, etwas ganz Erfolgreiches zu machen und nie zu sehen, was das heißt und wer es liest. Jetzt habe ich mehr vor Augen, für wen ich das eigentlich mache. Das ist bei der “NDR-Talkshow” auch so. Da haben wir eine Musterfamilie, die wir immer vor Augen haben, wenn wir unsere Gäste aussuchen.

Die sind dann Mitte sechzig…
Für die Talkshow ist das eher Mitte siebzig.

Stichwort Kundenkontakt. Mache Sie das wirklich für die Menschen oder für sich selbst?
Ehrlich gesagt, mache ich eigentlich alles nur für mich selbst. Ich achte immer darauf, dass alles mir Spaß macht. Wenn es dann auch noch anderen gefällt, umso besser. Es ist auch nicht so, dass ich die ganze Zeit nach der Quote schaue.

Sind sie denn dann Eins mit ihrer Zielgruppe?
Ich denke schon. Ich möchte zuständig sein für alle Frauen von 25 bis 45.

Barbara will anders als alle andere Frauenmagazine sein. Was nervt Sie dann an anderen Frauenmagazinen?
Ich liebe Frauenmagazine, aber ich fand manchmal, dass ich als Leser schon auf Seite 27 etwas erschöpft war, was mir alles mitgegeben wird: So oft muss man mit dem Chef reden, so bekommt man seine Lidfalte in den Griff, so hat man mehr Sex. Das war mir alles viel zu viel Coaching. Wir wollten einfach eine Zeitschrift machen, die einem keine DoTo-Listen an die Hand gibt. Unser Heft soll einfach nur entspannen.

Barbara war das erste Presenter-Magazin. Jetzt kommen noch Hirschhausen, Joko, Larfer und einige mehr. Gibt es eines, auf das sie sich besonders freuen?
Ja. Ich freue mich total auf Eckhart von Hirschhausen, der heute in unsere Sendung kommt, um dafür Werbung zu machen.

Neben Hirschhausen..
..freue ich mich noch sehr auf Joko. Da sind wir alle sehr gespannt, was er genau macht. Ist er auch immer vorne drauf?

Vielleicht macht er das Gleiche wie Sie?
Genau. Er nimmt einfach unsere Hefte und ersetzt die Frauen durch Männer. Es sieht auch bestimmt super aus in meinen Klamotten.

Gibt es irgendjemand, der unbedingt auch noch ein Presenterheft machen sollte?
Andreas Bourani würde ich gerne in vielen alltäglichen Situationen erleben.

Und einen Politiker?
Nein…

Danke.
… doch. Ich würde alles kaufen, was Herr Gauck macht. Das meine ich auch im Ernst.

Auch wenn es eine kommentierte Bibel ist?
Ich bin dabei. So what.

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