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Spiegel rutscht mit erneutem Trump-Titel auf 6-Wochen-Kiosk-Tief, auch stern und Focus unter Soll

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Schwache Cover-Check-Woche für die drei großen Wochenmagazine Spiegel, stern und Focus. Alle drei landeten mit ihren Ausgaben 45/2017 im Einzelverkauf unter ihrem Normalniveau. Der Spiegel fiel mit 185.045 im Einzelhandel abgesetzten Exemplaren auf ein 6-Wochen-Tief und die drittschwächste Zahl des bisherigen Jahres. Passiert ist das mit einem erneuten Trump-Cover von Illustrator Edel Rodriguez.

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„Washington, ein Jahr danach“ titelte Der Spiegel – und bildete eine riesige Welle in Form von Donald Trump ab, die u.a. das weiße Haus und das Capitol mit sich reißt. Die erneute Edel-Rodriguez-Gestaltung des Titels war aber nicht sonderlich verkaufsfördernd: Nur 185.045 griffen in Kiosken, Supermärkten, Tankstellen, etc. zu – der drittschwächste Wert des bisherigen Spiegel-Jahres. Nur die Hefte 19 und 39 liefen im Einzelhandel noch schlechter – nachzuverfolgen in unserem Cover-Check-Tool. Der Durchschnitt der vergangenen 12 Monate (207.300) und der vergangenen drei Monate (207.700) befand sich nicht in Reichweite. Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen, wechselte Der Spiegel 45/2017 genau 742.788 mal den Besitzer, 65.181 mal davon als ePaper.

Für den stern lief es in Woche 45 auch nicht besser. Zwar lag er über der Vorwoche, doch da gab es ja auch beinahe einen historischen Minusrekord. Nun ging es mit dem Titel „Das scheinheilige Imperium – Wie das Deutsche Rote Kreuz mit Blutspenden Millionengewinne macht“ zwar von 150.840 auf 153.958 Einzelverkäufe hinauf, doch das Normalniveau der jüngsten 12 Monate (173.200), bzw. drei Monate (167.000) wurde klar verfehlt. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 558.717 Exemplaren, inklusive 22.611 ePaper.

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Der Focus fiel am Kiosk zum ersten Mal seit drei Wochen wieder unter die 60.000er-Marke. Nur 57.160 interessierten sich so sehr für den Titel „Die beste Geld-Strategie für jedes Alter“, dass sie zum entsprechenden Focus griffen. Auch das „große SUV-Special“ auf 44 Seiten half da nicht viel. Auch hier wurde das Normalniveau der jüngsten 12 Monate (64.000), bzw. drei Monate (62.900) im Durchschnitt um etwa 10% verfehlt. Insgesamt fand der Focus 414.508 Abnehmer, 33.579 als ePaper.

Mit unserem Cover-Check-Tool können Sie jederzeit sehr flexibel die vergangenen und aktuellen Einzelverkäufe von Spiegel, stern und Focus analysieren.

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Alle Kommentare

  1. Nun ließen sich die Zahlen zwar so deuten, dass die Kundschaft allmählich die Nase voll hat von der US-Obsession des Spiegel. Eher aber handelt es sich um einen Zufall (blödes Titelbild) — und insofern um Wunschdenken.

    Man darf jedenfalls getrost davon ausgehen, dass das dt. Nachrichtenmagazin und sein Qualitätsportal auch künftig noch dem leisesten Furz nachschnüffeln werden, der transatlantisch herüberweht. Von den monströsen Blähungen des Potus ganz zu schweigen.

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