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„Dark“-Premiere auf Netflix: die wichtigsten Fakten zur deutschen Film-Hoffnung für den internationalen Markt

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Selbst kleine Länder wie Norwegen und Dänemark haben in den letzten Jahren Serien hergestellt, die weltweit für Furore sorgten. Deutschland hat zum „Goldenen Zeitalter des Fernsehens“ bisher kaum etwas beigetragen. Nach einigen wenigen Serien mit internationalen Ambitionen ist „Dark“ nun die erste deutsche Netflix-Produktion, die den Versuch unternimmt, daran etwas zu ändern. Die Fakten zur Serie.

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Fast 20 Jahre dauert das „Golden Age of Television“ nun an, mit dem Start der „Sopranos“ im Jahr 1999 begann die Serienrevolution, die mit dem Hype um „Game of Thrones“ ihren bisherigen Höhepunkt erlebte. Zunächst war es vor allem der amerikanische Kabelsender HBO, der mit Produktionen wie eben den „Sopranos“ bewies, wozu das Fernsehen auch in der Lage sein kann – nämlich fortlaufende Geschichten über mehrere Folgen und Staffeln zu erzählen und Figuren Entwicklungen erleben zu lassen. Mit „Game of Thrones“ hat HBO auch 2017 noch die weltweit erfolgreichste Serie im Programm, doch andere Sender und vor allem Streaming-Dienste wie Netflix haben mittlerweile aufgeschlossen.

Und während die großen, komplexen und international erfolgreichen Serien zunächst fast ausschließlich aus den USA kamen, feiert Europa seit einigen Jahren ebenfalls große Erfolge auf diesem Markt. Sorgten allerdings Länder wie Dänemark mit „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“, Italien mit „Gomorrha“ oder Norwegen mit „Skam“ für internationale Furore, hat Deutschland bislang keinen einzigen internationalen Hit zu bieten.

Ausgerechnet eine RTL-Produktion, nämlich „Deutschland ’83“ (die Fortsetzung „Deutschland ’86“ wird von Amazon produziert), hat es im Jahr 2015 geschafft, als erste hiesige Serie in den USA ausgestrahlt zu werden und viel Kritikerlob zu bekommen. Die Matthias-Schweighöfer-Serie „You Are Wanted“ war dann die erste deutsche Serienproduktion von Amazon, die allerdings für keine große Kritiker-Begeisterung sorgte, aber der Prime Video-Inhalt mit den meisten positiven Kundenrezensionen ist. Mit „Babylon Berlin“ ging in diesem Herbst dann die bislang aufwändigste deutsche Serie an den Start, Sky und die ARD kalkulieren mit 40 Millionen Euro für zwei Staffeln. Die Produktion wurde in 60 Länder verkauft und wird in den USA im kommenden Januar auf Netflix zu sehen sein.

In sogar 190 Ländern bietet der US-Streamingdienst mit „Dark“ ab dem heutigen 1. Dezember die erste deutsche Netflix-Serie. In zehn Folgen erzählt das Mystery-Format eine Geschichte von verschwundenen Kindern, Zeitreisen und den Geheimnissen einiger Familien aus der fiktiven Kleinstadt Winden.

Verantwortlich für die Serie sind der Schweizer Regisseur Baran bo Odar und die deutsche Drehbuchautorin Jantje Friese, die auch privat viele Jahre ein Paar waren. Mit ihrem Hacker-Thriller „Who am I – Kein System ist sicher“ machten sie Netflix auf sich aufmerksam. Der Streamingdienst wollte aus dem Kino-Film zunächst eine Serie machen, doch Baran bo Odar und Jantje Friese wollten sich mit diesem Thema nicht weiter beschäftigen. Mit ihrem Konzept für „Dark“ konnten sie Netflix aber sofort überzeugen. Laut Baran bo Odar hielt sich der Streamingdienst bei Entwicklung und Produktion vollkommen zurück – in Deutschland eher ungewöhnlich.

Weitere Fakten zu „Dark“:

– Die Serie wurde in und um Berlin gedreht

– Mit zehn Folgen soll die Geschichte auserzählt sein, eine zweite Staffel ist nicht in Planung

– Die thematische Ähnlichkeit zu „Stranger Things“ ist Zufall, das Drehbuch war bereits fertig, als die erfolgreiche amerikanische Serie erschien

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– Das gesamte Kernteam um Regisseur Baran bo Odar und Drehbuchautorin Jantje Friese kennt sich seit dem Studium an der Münchener Hochschule für Fernsehen und Film

– Baran bo Odar feierte in diesem Jahr auch sein Hollywood-Debüt, der Thriller „Sleepless – Eine tödliche Nacht“ mit Jamie Foxx in der Hauptrolle floppte allerdings und bekam fast ausschließlich schlechte Kritiken

– Ein Atomkraftwerk spielt in der Serie eine wichtige Rolle. Regisseur Baran bo Odar und Drehbuchautorin Jantje Friese verarbeiten und verweisen damit auf den Reaktorunfall von Tschernobyl, den beide als prägende Kindheitserlebnisse bezeichnen.

– Die Weltpremiere von „Dark“ war in Kanada, die ersten beiden Folgen der Serie wurden im September auf dem 42. Toronto International Film Festival gezeigt.

– Louis Hofmann, der die Hauptrolle des traumatisierten Schülers Jonas spielt, sagte in einem Interview, die Dreharbeiten seien ausgesprochen hart gewesen. Grund: Die Schauspieler waren ständig nass und durchgefroren, denn Regisseur Baran bo Odar drehte die Serie im Winter und sorgte außerdem dafür, dass viele Szenen im (künstlichen) Regen gefilmt wurden

Neben dem 20-jährigen Louis Hofmann, der bereits für seine Rolle als Soldat im dänischen Film „Unter dem Sand“ mehrfach ausgezeichnet wurde, wartet „Dark“ mit vielen weiteren hochkarätigen deutschen Schauspielern auf:

Oliver Masucci (Ulrich Nielsen) gehört zum Ensemble des Wiener Burgtheaters, in „Er ist wieder da“ spielte er den Führer
Mark Waschke (Hanno Tauber) ist bekannt als Berliner Tatort-Kommissar, gewann zahlreiche Preise und gehört zu der berühmten Ernst-Busch-Schauspielklasse um Lars Eidinger, Fritzi Haberlandt, Devid Striesow und Nina Hoss
Karoline Eichhorn (Charlotte Doppler) ist eine der profiliertesten deutschen Schauspielerinnen, die 1995 mit dem vielfach ausgezeichneten ARD-Weltkriegsdrama „Drei Tage im April“ ihren großen Durchbruch feierte. Andreas Pietschmann (Enno Wevel) spielte bereits in zahlreichen Fernsehproduktionen, bekannt ist er aber vor allem als Partner von Jasmin Tabatabai.

„Dark“ soll für Netflix nur die erste von vielen weiteren deutschen Produktionen sein. Christian Alvart, Regisseur von „Antikörper“ und allen Til-Schweiger-Tatorten, dreht momentan die ebenfalls zehnteilige Serie „Dogs of Berlin“. Darin geht es um zwei Polizisten, die in den Abgründen der Berliner Unterwelt ermitteln. Zum Cast gehören unter anderem Fahri Yardim, Katharina Schüttler und Hannah Herzsprung. Die Serie soll 2018 erscheinen.

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Alle Kommentare

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