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„Stunde Null“, „Freier Fall“, „Er oder Sie?“: So titeln Spiegel, stern und Zeit nach dem Jamaika-Fiasko

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Nach dem politischen Donnerhall am Wochenende ist die Neugier der Brancheninsider groß: Wie werden sich die Alpha-Medien unter den Wochenmagazinen auf ihren Titelseiten zum Jamaika-Aus positionieren? Ist Christian Lindner der neue Bad Boy der Berliner Republik? Oder erlebt Deutschland gerade eine Merkel-Dämmerung? MEEDIA zeigt die seit die seit heute kursierenden Cover von Spiegel, stern und Zeit.

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Der Spiegel liegt ab dem morgigen Donnerstag bereits am Kiosk. Die nächste reguläre Ausgabe wäre erst am Samstag fällig gewesen. Aufgrund der aktuellen Lage zog die Redaktion um Chefredakteur Klaus Brinkbäumer den EVT jedoch vor und publizierte das E-Paper bereits am Mittwochnachmittag, einen Tag vor dem Verkaufsstart am Kiosk.

Auf dem Titel ist ein übermächtiger böse guckender Christian Linder zu sehen und eine sehr nachdenkliche Angela Merkel. Die Zeile lautet: “Die Stunde Null: Land ohne Richtung, Einigkeit, Kanzlerin?” Für die Spiegel-Chefredaktion scheint das Chaos nach den geplatzten Sondierungsgesprächen im Vordergrund zu stehen. Die mitschwingende Implikation, dass das Jamaika-Aus Angela Merkel unter Umständen ihren Kanzlerjob kostet, birgt allerdings das Risiko einer Fehlprognose – sofern die Sozialdemokraten um Steinmeier und Gabriel den Verlockungen der Macht erliegen sollten und von ihrem Parteichef und dessen kategorischen Nein zur Fortsetzung einer großen Koalition abrücken.

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Der stern zeigt Angela Merkel auf den Kopf. Die Zeile lautet: “Freier Fall: Jamaika-Debakel und Staatskrise – das Ende der Ära Merkel. Warum Deutschland jetzt neu wählen muss”. Ob Deutschland wirklich so bald wieder zu den Urnen gehen muss, steht seit dem heutigen Mittwoch allerdings etwas mehr in den Sternen. Aus der SPD gibt es wohl erste Signale in Richtung einer weiteren großen Koalition. Der stern zeigt dennoch Flagge und fordert eine erneute Abstimmung.

Die Zeit interpretiert das Ende der Jamaika-Sondierung dagegen als Machtkampf um die bürgerliche Mitte sieht einen neuen Generationen-Konflikt. Dieser gipfelt in der Frage: “Er oder sie?” Damit wählt die Wochenzeitung eine Perspektive, die sich weit von den derzeitigen Koalitions-Scharmützeln entfernt und eine gesellschaftliche Debatte anstößt.

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Alle Kommentare

  1. „Die mitschwingende Implikation, dass das Jamaika-Aus Angela Merkel unter Umständen ihren Kanzlerjob kostet, birgt allerdings das Risiko einer Fehlprognose – sofern die Sozialdemokraten um Steinmeier und Gabriel den Verlockungen der Macht erliegen sollten und von ihrem Parteichef und dessen kategorischen Nein zur Fortsetzung einer großen Koalition abrücken.“

    — Steinmeier???

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