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RTL vs. Marseille-Kliniken: OLG Köln weist 9 von 13 Verbotsanträgen wegen „Team Wallraff“ zurück

RTL-Reihe „Team Wallraff“ mit Undercover-Reporter Günter Wallraff
RTL-Reihe "Team Wallraff" mit Undercover-Reporter Günter Wallraff

Im Dauerstreit zwischen RTL und den Marseille-Kliniken wegen des Formats "Team Wallraff" hat der Sender vor dem OLG Köln einen Teilerfolg erzielt. Im Berufungverfahren wurden 9 von 13 Verbotsanträgen des Klinikbetreibers zurückgewiesen. Es ging um Misstände, die eine Reporterin des RTL-Formats "Team Wallraff" in einem Pflegeheim der Marseille-Kliniken aufgedeckt hatte.

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In einem Urteil des Kölner Landgerichts vor einem Jahr waren 10 von 13 Verbotsanträge zurückgewiesen worden. In zweiter Instanz reduziert sich die Zahl der zurückgewiesenen Anträge nun auf neun. RTL wertet dies als „herbe Niederlage“ für den Kläger. Eine Revision wurde nicht zugelassen. „Team Wallraff“ darf damit unter anderem weiterhin behaupten, dass es zu wenig Personal im Pflegeheim Kreuzberg während der Undercover-Recherchen gab und dass damals der Norovirus ausgebrochen war.

RTL-Sprecher Matthias Bolhöfer: „Dieses Urteil ist ein wichtiger Meilenstein für den investigativen Journalismus und damit auch für uns. Es bestätigt die investigative Haltung des Senders, dass derartige Missstände der Öffentlichkeit nicht verborgen bleiben dürfen. Davon werden wir uns auch künftig nicht durch klagefreudige Unternehmensvorstände und aggressive Anwälte abhalten lassen.“

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RTL und die Marseille-Kliniken streiten sich seit Jahren vor Gericht.

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