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„Naiv, dumm, Verlierer“: Donald Trump ist von seiner Asienreise zurück – und twittert wieder gegen die „Fake News“-Medien

Exzessiver Twitter-Nutzer: US-Präsident Donald Trump
Exzessiver Twitter-Nutzer: US-Präsident Donald Trump

Kaum zurück von seiner zwölftägigen Asienreise, ärgert sich der US-Präsident offenkundig über die Berichterstattung in den amerikanischen Leitmedien. Die Folge: Nach Kim Jong-un müssen sich wieder Donald Trumps einheimische Lieblingsgegner auf Twitter einiges anhören – die US-Medien. Sowohl die New York Times als auch CNN werden vom US-Präsidenten auf dem Kurznachrichtendienst scharf kritisiert – als "naiv (und dumm)" und als "Verlierer". Besser kam dagegen Rupert Murdochs konservativer Nachrichtensender Fox News weg...

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Der Tweet hat gesessen. Nachdem Donald Trump am Wochenende aus Pjöngjang als „alter Irrer“ bezeichnet wurde, konterte der US-Präsident via Twitter sarkastisch, er würde Kim Jong-un ja nicht als „klein und fett“ bezeichnen – was jedoch exakt diesen Effekt hatte.

Die Folge: Trump sammelte soviele Herzen auf Twitter ein wie nicht mehr seit seiner Wahl zum US-Präsidenten vor einem Jahr. Mehr als 600.000 Likes verzeichnete der 71-Jährige auf dem Kurznachrichtendienst in den ersten drei Tagen und liegt damit auf Kurs einer neuen Bestmarke (617.000 Likes sind zu überbieten).

Dabei hätte es Trump belassen können. Doch zurück im Alltag störte sich der US-Präsident offenkundig an der Berichterstattung der amerikanischen Leitmedien über seine Asienereise. Was folgte, war abzusehen: Trump tat, was er so gerne auf Twitter tut – gegen die sogenannten „Fake News“-Medien zu wettern.

Und das erneut im großen Stil. Zunächst bekam Nachrichtensender CNN, allerspätestens seit dem Retweet des Wrestling-Videos ein Lieblingsgegner des US-Präsidenten, sein Fett ab. „Als ich in den Philippinen war, wurde ich gezwungen, CNN zu sehen, was ich seit Monaten nicht getan hatte. Wieder hatte ich realisiert, wie schlecht und FALSCH sie sind. Verlierer!“ twitterte Trump in bekannter Rhetorik.

Und wenn CNN abgewatscht wird, lässt meist auch eine Breitseite in Richtung der  New York Times nicht lange auf sich warten. Sechs Stunden später unterstellte Trump der „Gray Lady“, sie hasse es, dass er eine gute Beziehung zu führenden Politikern wie Chinas Präsident Xi Jinping aufgebaut habe.

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„Es ist kaum zu glauben, wie naiv (oder dumm) die scheiternde New York Times ist, wenn es um Außenpolitik geht. Schwach und ineffektiv!“, twitterte Trump.

Lobende Worte fand Donald Trump dagegen für Rupert Murdochs konservativen Nachrichtensender Fox News, der die Asienreise des US-Präsidenten gebührend begleitet habe.

Vielleicht sollte Trump thematisch aber doch bei Nordkorea bleiben: Die Tweets über die US-Medien erhielten gerade einmal ein Achtel bis ein Zwanzigstel der Zustimmung des Tweets über Kim Jong-un.

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