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Disney kündigt neue „Star Wars“-Trilogie an – und will Streaming-Dienst günstiger anbieten als Netflix

Disney-Boss Robert Iger muss diesmal rückläufige Geschäfte vermelden
Disney-Boss Robert Iger muss diesmal rückläufige Geschäfte vermelden

Die spannendsten Entwicklungen der Medienbranche passieren wieder einmal nach Handelsschluss: Nicht nur, dass Disney nachbörslich sein neues Zahlenwerk vorstellte, das die Wall Street enttäuschte – der wertvollste Medienkonzern der Welt machte auch noch zwei wegweisende Ankündigungen für die Zukunft. Zum einen ließ CEO Bob Iger durchblicken, dass Disneys neuer Streaming-Dienst, der 2019 starten soll, günstiger sein werde als Netflix, zum anderen kündigte Disney eine neue Star Wars-Trilogie an.

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Disney hat die Wall Street nach Handelsschluss bei Vorlage der neusten Geschäftsbilanz für das abgelaufene September-Quartal enttäuscht. Die Umsätze gaben im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3 Prozent auf 12,78 Milliarden Dollar nach und unterboten damit deutlich die  Analystenerwartungen, die noch bei 13,3 Milliarden Dollar gelegen hatten.

Auch die Gewinnentwicklung enttäuschte: Zwar verdient Disney so gut wie kein anderer Medienkonzern, doch der Trend zeigt nach unten. Nach 1,77 Milliarden im Vorjahreszeitraum konnte CEO Bob Iger im dritten Quartal nunmehr einen Nettogewinn von 1,74 Milliarden Dollar (minus 1 Prozent) oder 1,07 Dollar je Aktie ausweisen. Die Wall Street-Schätzungen von 1,15 Dollar je Anteilsschein wurden damit ebenfalls unterboten.

Disney kündigt neue „Star Wars“-Trilogie an

Der wertvollste Medienkonzern der Welt wurde für seine enttäuschende Geschäftsbilanz für das abgelaufene September-Quartal nachbörslich zunächst bestraft: Anteilsscheine von Disney fielen nach Handelsschluss um mehr als 3 Prozent zurück.

Dann jedoch konnte das Mitglied im Eliteindex Dow Jones mit gleich zwei Überraschungen aufwarten. Wie CEO Bob Iger in der anschließenden Telefonkonferenz mit Analysten ankündigte, wird Disney eine weitere „Star Wars“-Trilogie zeigen. Rian Johnson, der bereits bei der achten Episode der Science Fiction-Saga („Die letzten Jedi“), die im Dezember in die Kinos kommt, Regie geführt hatte, wurde für die Zeit nach dem neunten Teil (2019) gleich für eine weitere Trilogie verpflichtet.

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Disneys Streaming-Dienst günstiger als Netflix

Zudem konkretisierte Iger seine Ambitionen im Streaming-Segment, in dem Disney 2019 mit einem eigenen Angebot 2019 starten will. „Ich kann sagen, dass es unser Plan ist, den Dienst substanziell unter Netflix zu bepreisen. Dies liegt daran, dass unser Angebot weniger Volumen besitzt als das von Netflix.“ Der Streaming-Pionier hatte Anfang Oktober eine Preisanhebung um einen Euro auf 10,99 Euro / Dollar für den Standard-Tarif angekündigt, bei dem Inhalte auf zwei Endgeräten gestreamt werden.

Die Wall Street reagierte auf die Ankündigungen positiv: Nachbörslich konnte die Disney-Aktie die anfänglichen Kursverluste wiedergutmachen und sogar um ein Prozent auf 103,50 Dollar zulegen.

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