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Aus Wolf wird Cord: Männermagazin kommt unter neuem Namen ab 2018 sechsmal jährlich

Bei der ersten Nummer hörte das Projekt noch auf den Namen Wolf. Ein Cover für die neue Cord gibt es noch nicht. Verantwortlich bleibt aber die Die Flow-Chefredakteurin Sinja Schütte
Bei der ersten Nummer hörte das Projekt noch auf den Namen Wolf. Ein Cover für die neue Cord gibt es noch nicht. Verantwortlich bleibt aber die Die Flow-Chefredakteurin Sinja Schütte

Es ist zum Heulen: Offenbar irritierte der Name ihres neuen Männermagazins derart die Leser, dass die Deutsche Medien-Manufaktur (Joint Venture von G+J sowie Landlust-Gründungsverlag) den Markennamen ändert – aus Wolf wird Cord. Die Zeitschrift, deren Pilotausgabe gut verkaufte, wird ab 2018 unterdessen alle zwei Monate erscheinen, bei unverändertem Copypreis und gleichem Seitenumfang.

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Der Name war eine geschickte Wortspielerei. Rückwärts gelesen nahm die Deutsche Medien-Manufaktur, eine Tochter des Hamburger Zeitschriftenhauses Gruner + Jahr und des Landwirtschaftsverlags, ihren Erfolgstitel Flow und machte daraus ein neues Männermagazin mit dem Namen Wolf. Auch das Konzept des neuen Heftes war ähnlich außergewöhnlich wie bei dem weiblichen Pendant Flow: „Das innovative Heftkonzept von Wolf steht für Entschleunigung, Achtsamkeit und Inspiration – für Männer“, hieß es damals zur Markteinführung.

Doch der Name Wolf kam offenbar bei den Lesern nicht gut und vermutlich auch nicht bei den Werbestrategen. „Vielen Männern spricht das Konzept aus der Seele, richtig angesprochen vom Namen fühlen sie sich nicht. Das sind moderne, nachdenkliche Männer und keine gefährlichen ‚einsamen Wölfe’“, erklärt Chefredakteurin Sinja Schütte. Möglicherweise wäre das Heft unter seinem Launch-Namen auch zu nahe am kauzigen G+J-Titel Walden positioniert gewesen.

Daher benennt der Verlag die Zeitschrift in Cord um. „Cord, ein nordischer Männername, alters-, zeitlos und zugleich prägnant und ungewöhnlich. Und in Anspielung auf die Cordhose, die gerade ihr großes Comeback feiert, spiegelt sich darin augenzwinkernd eine gewisse nostalgische Sehnsucht, die auch das Heft transportiert“, beschreibt Schütte laut Verlagsverlautbarung die Vorzüge des Hefts, was ph(r)asenweise klingt, als habe der Postillon die Mitteilung verfasst.

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An dem redaktionellen Konzept des bisher unter Wolf erschienenen Magazins ändert sich laut einer Sprecherin nichts. Dass das Heft jetzt umbenannt wurde, habe auch keine juristischen Gründe, versichert sie auf Anfrage von MEEDIA. Ab dem nächsten Jahr erscheint Cord alle zwei Monate, die nächste Ausgabe in diesem Jahr ist für den 28. November vorgesehen.

Von der ersten im November 2016 erschienenen Ausgabe hatte die Deutsche Medien-Manufaktur mehr als 30.000 Exemplare verkauft. Gedruckt wurden damals mehr als 70.000 Hefte. Ob der Verlag bei dieser Auflagenhöhe schwarze Zahlen schreibt, wollte die Firmensprecherin nicht sagen. Künftig sollen rund 80.000 Exemplare in den Handel gelangen – offenbar ist auch ein Teil für Marketingaktionen gedacht. Am Copypreis wird nicht geschraubt. Er bleibt mit 8,50 Euro unverändert. Auch der Heftumfang bleibt bei 140 Seiten.

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Alle Kommentare

  1. 8,50 Euro für 132 Seiten? Muss noch der Dienstmaserati abbezahlt werden?

    Kann man sich besser gleich eine Cordhose kaufen.

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