Anzeige

Apple-Quartalszahlen: iPhone-Absatz legt vor dem iPhone X-Launch leicht zu – Servicesparte stark, iPad mit Comeback

Bildschirmfoto-2017-09-12-um-20.54.11.png

Besser als erwartet: Apple konnte bei Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Kalenderquartal erneut die Erwartungen der Wall Street übertreffen. Im September-Quartal, das unmittelbar dem Launch des neuen iPhone X vorausging, setzte der iKonzern 46,7 Millionen iPhones ab – und damit 3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Während die Umsätze um 12 Prozent zulegten, konnte der Gewinn je Aktie sogar um 24 Prozent gesteigert werden. Die Aktie legte nachbörslich um mehr als 3 Prozent zu und erreicht ein neues Allzeithoch.

Anzeige
Anzeige

Positive Signale aus Cupertino wenige Stunden vor dem wichtigsten Launch seit Jahren: Am Vorabend des iPhone X-Verkaufsstarts präsentierte Apple sein Zahlenwerk für das abgelaufene dritte Quartal, das erneut besser als erwartet ausfiel.

Apple konnte die Wall Street-Erwartungen nach jeder Lesart überbieten: Bei Umsätzen von 52,6 Milliarden Dollar (+ 12 Prozent) verdiente Apple einen Nettogewinn von 10,7 Milliarden Dollar (+19 Prozent) bzw. 2,07 Dollar je Aktie (+24 Prozent). Analysten hatten zuvor lediglich  mit Erlösen von 50,7 Milliarden und einem Gewinn je Aktie von 1,87 Dollar gerechnet.

Das iPhone wächst weiter

Treiber der Geschäftsentwicklung war einmal mehr das mit Abstand wichtigste Produkt der Konzerngeschichte: das iPhone. Immer noch angetrieben vom Ende September 2016 gelaunchten iPhone 7 und der Phablet-Version iPhone 7 Plus sowie von den Nachfolgegenerationen iPhone 8 und 8 Plus konnte der wertvollste Konzern der Welt 46,7 Millionen Geräte verkaufen.

Der Trend zeigt damit weiter leicht nach oben: Das Vorjahresergebnis von 45,5 Millionen Stück wurde um 1,2 Millionen Einheiten übertroffen. Die Wall Street-Schätzungen, die bei 46,5 Millionen Stück gelegen hatten, wurden damit marginal übertroffen.

iPad und Mac mit starken Comebacks

Die eigentliche Überraschung gelang Apple indes mit zwei älteren Konzernsparten, die zuletzt eindeutig im Schatten gestanden hatten: der Tablet- und Mac-Unit. Nach 13 Quartalen mit sinkenden Absätzen konnte Apple im vergangenen Quartal mit dem iPad wieder ein deutliches Plus nach Umsätzen und verkauften Einheiten verzeichnen.

Der Trend setzte sich im dritten Kalenderquartal – dem vierten von Apples Fiskaljahr – fort: Mit 10,3 Millionen iPads konnte Apple 11 Prozent mehr Einheiten verkaufen als noch im Vorjahreszeitraum und um 14 Prozent höhere Umsätze verzeichnen. Noch erstaunlicher entwickelte sich dagegen die älteste Konzernsparte: Zwischen Anfang Juli und Ende September setzte Apple 5,4 Millionen Macs ab – eine Steigerung von 10 Prozent nach Einheiten und 25 Prozent nach Umsätzen.

Servicesparte mit Rekorderlös von 8,5 Milliarden Dollar

Der eigentliche Wachstumstreiber des September-Quartals ist unterdessen kein Hardware-Produkt: Die Service-Unit, die die Geschäfte von iTunes, des App Stores, der iCloud, Apple Pay und des vor zwei Jahres gestarteten Streaming-Dienstes Apple Music bündelt, legte im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum  um weitere 34 Prozent zu. Nach Umsätzen von 6,33 Milliarden im Vorjahresquartal konnte Apple nunmehr Erlöse von 8,5 Milliarden Dollar verbuchen.

Auch die Apple Watch, die der Kultkonzern aus Cupertino bis heute mit dem iPod, Accessoires, Apple TV und AirPods in der Kategorie „Andere Produkte“ versteckt, dürfte im abgelaufenen Quartal weitere Zuwächse verbucht haben.

Die Umsätze der „Andere Produkte“ legten um 36 Prozent zu, was nach Schätzungen von Apple-Blogger Neil Cybart („Above Avalon“) mehr als drei Millionen verkauften Einheiten der Apple Watch impliziert.

Anzeige

Apple-CEO Tim Cook erklärte in der anschließenden Telefonkonferenz mit Analysten, die Absätze der Apple Watch hätten um 50 Prozent zugelegt.

Starker Ausblick auf Weihnachtsquartal

So erfreulich die Bilanz für das letzte Quartal des Fiskaljahres 2017 ausfiel, so sehr fokussierte sich die Wall Street bei Bilanzvorlage vor allem auf den Ausblick auf das Weihnachtsquartal, in dem erstmals das iPhone X einfließt. Tim Cook enttäuschte die Wall Street nicht: Während die Konsensschätzungen der Analysten noch bei Umsätzen von 84,5 Milliarden Dollar gelegen hatten, stellte der Apple-CEO für den Bilanzzeitraum zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember Rekorderlöse von 84 bis 87 Milliarden Dollar in Aussicht.

Cook erklärte auf dem anschließenden Conference Call zudem, dass Apple mit dem Hochfahren der iPhone X-Produktion gut voran komme.

Anleger reagierten erfreut auf Apples neues Zahlenwerk und schickten die Apple-Aktie nachbörslich um 3 Prozent auf 173 Dollar – und damit auf ein neues Allzeithoch. Bei Notierungen von 174 Dollar knackte Apple kurz nach Handelsschluss sogar zeitweise die Bewertungsgrenze von 900 Milliarden Dollar.

Vor Abzug von Verbindlichkeiten stiegen Apples Cash-Reserven per Ende September auf 269 Milliarden Dollar.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige