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Wichmanns Pläne mit Mercedes Benz: Was der Ex-Stern-Chef mit der neuen Berliner Einheit bezweckt

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Der ehemalige Stern-Chefredakteur Dominik Wichmann plant, für die Daimler-Tochter Mercedes Benz eine Art Inhaltepool aufzubauen. Erstellt werden diese Inhalte in einer eigenen Einheit in Berlin. An deren Spitze steht operativ ein erfahrener Boulevardmann: Ex-Bild- und Focus-Vize Gerald Selch. Die Gerüchteküche, was Wichmann in Berlin vorhat, brodelt heftig.

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Von einem „Newsroom“ in Berlin will die von dem früheren Stern-Chefredakteur Dominik Wichmann gesteuerte Looping Group nichts wissen. Die neue Einheit, die der frühere Magazinmacher für seinen Kunden Mercedes Benz aufbaut, soll nach Angaben einer Firmensprechern eine „Unit“ sein, die Bewegtbild und Text-Inhalte herstellen könnte. Zu näheren Einzelheiten schweigt sich die Sprecherin der Looping Group auf MEEDIA-Anfrage aus.

Doch in der Branche brodelt die Gerüchteküche heftig. Seit Längerem kursieren Spekulationen, wonach der Daimler-Konzern an einer Art Entertainment-Angebot für selbstfahrende Autos basteln könnte. Denn der Stuttgarter Autoriese arbeitet derzeit mit dem Zulieferer Bosch an einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt, selbstfahrende Autos in Serie zu bauen. Sollte dies umgesetzt werden, könnten sich die Autofahrer in ihren Fahrzeugen entspannt anderen Dingen widmen, beispielsweise auf serienmäßig eingebauten Bildschirmen Filme oder Spiele konsumieren. Auch die Werbeindustrie könnte dabei eine wichtige Rolle spielen. Ihr böten sich hier ganz neue Möglichkeiten, um zielgruppenspezifisch Imagekampagnen zu streuen. Ein Milliardengeschäft, von dem die Auto- und Medienindustrie gleichermaßen profitieren könnten.

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Um allerdings ein attraktives und nutzerfreundliches Entertainment-Angebot aufzubauen, benötigt die Autoindustrie erfahrene Spezialisten. Hier könnte die Looping Group ein wichtiger Baustein sein. Befragt hierzu, will sich die Looping-Sprecherin nicht äußern. Dennoch: Hinter dem Aufbau des Berliner Konstrukts dürfte Großes stecken. Denn die Unit ist hochkarätig besetzt. Operativ gesteuert wird sie von Gerald Selch, viele Jahre stellvertretender Chefredakteur des Springer-Flaggschiffs Bild und des Burda-Magazins Focus. Mit von der Partie ist Susanna Riethmüller. Sie entwickelte bei Axel Springer digitale Plattformen und war zuletzt Digital-Vize-Chefin der Elle und Harpers Bazaar. Auch dabei: Carline Mohr von Spiegel Online. Sie war bei dem Digitalableger des Nachrichtenmagazins Spiegel zuletzt als Chefin vom Dienst für Audience Development tätig. Auch den hochkarätigen Datenspezialisten und Mathematiker Alexander Oelling holt sich Wichmann an Bord. Wie viele Mitarbeiter die neue Einheit in Berlin umfassen soll, dazu hüllt sich die Looping Group ebenfalls in Schweigen. Das Team solle „zu gleichen Teilen aus Redakteuren sowie Data-Scientists bestehen“, heißt es hierzu knapp.

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