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Amazon-Quartalsbilanz: Werbe-Umsätze des E-Commerce-Riesen klettern erstmals über eine Milliarde Dollar

Immer reicher: Jeff Bezos kann sich über üppige Gewinne freuen – in der Bilanz und an der Börse
Immer reicher: Jeff Bezos kann sich über üppige Gewinne freuen – in der Bilanz und an der Börse

Jeff Bezos hat erneut geliefert: Amazon überbot bei Vorlage seiner September-Bilanz nach jeder Lesart die Konsensschätzungen der Analysten. Im Geschäftszeitraum von Anfang Juli bis Ende September schossen die Umsätze des E-Commerce-Riesen um 34 Prozent nach oben – und wuchsen damit so kräftig wie seit fünf Jahren nicht mehr. Interessant für Verlage: Auch das Werbe-Geschäft bei Amazon boomt.

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Im dritten Quartal kletterte die Segmentsparte „andere Umsätze“, die hauptsächlich aus Werbe-Erlösen besteht, um 58 Prozent auf über 1,12 Mrd. US-Dollar.  Im Vorquartal lag die Steigerungsrate hier bei 53 Prozent. Werbung wird bei Amazon offensichtlich als absolutes Wachstumsgeschäft angesehen. In New York eröffnet Amazon ein Büro für Werbeverkauf mit 2.000 Mitarbeitern. Der E-Commerce-Riese bietet heute schon zahlreiche Werbeformate an, das Potenzial ist aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft. traditionelle Medienhäuser sind entsprechend nervös.

Die spektakuläre Erfolgsstory Amazon geht aber auch im klassischen Geschäft weiter: Von Quartal zu Quartal kann Amazon die Wall Street mit besser als erwarteten Quartalsergebnissen überraschen – so auch nach Handelsschluss.

Im September-Quartal konnte der E-Commerce-Riese mit Umsätzen von 43, 7 Milliarden Dollar die Analystenschätzungen, die noch bei 42,1 Milliarden Dollar gelegen hatten, erneut pulverisieren. Die Erlöszuwächse sind bemerkenswert: Im Vorjahreszeitraum hatte der Internet-Pionier noch 32,7 Milliarden Dollar umgesetzt.

AWS bleibt Wachstumtreiber

Konzernchef Jeff Bezos konnte sich damit über ein Umsatzplus von 34 Prozent freuen – den größten Zuwachs seit fünf Jahren, zudem allerdings auch die im Juni übernommene neue Konzerntochter Whole Foods mit allein 1,3 Milliarden Dollar beigetragen hatte.

Amazons Cloudsparte AWS, die in den vergangenen Jahren immer wieder als Wachstumstreiber aufgefallen war, steuerte 4,58 Milliarden Dollar zu den Gesamterlösen bei und wuchs mit 42 Prozent erneut stärker als die anderen Konzernsparten.

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Nettogewinn leicht über dem Vorjahresniveau

Ebenfalls besser als erwartet entwickelte sich der Gewinn des Internet-Dinos, auf den Konzernchef Jeff Bezos zugunsten des Wachstums lange Zeit verzichtet hatte. Nach einem Überschuss von 252 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum konnte Amazon unter dem Strich nunmehr 256 Millionen Dollar oder 0,52 Dollar je Aktie ausweisen.

Die Wall Street hatte nach einem konservativen Ausblick lediglich mit einem marginalen Plus von 0,03 Dollar gerechnet.  Es war Amazons zehnter Quartalsgewinn in Folge.

Aktie schießt nachbörslich um 8 Prozent nach oben

Auch der Ausblick auf das so wichtige Weihnachtsquartal fiel deutlich über den Erwartungen der Wall Street aus. So rechnet der E-Commerce-Gigant für den Geschäftszeitraum zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember mit Rekordumsätzen zwischen 56 und 60,5 Milliarden Dollar und einem operativen Gewinn zwischen 300 Millionen und 1,65 Milliarden Dollar.

Lohn des Zahlenwerks: Die Amazon-Aktie schoss nach Handelsschluss um mehr als 8 Prozent auf über 1050 Dollar nach oben. Mit einem Börsenwert von über 500 Milliarden Dollar ist Amazon damit wieder nach Google-Mutter Alphabet der zweitwertvollste Internetkonzern der Welt.

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