Anzeige

Kai Diekmann und Philipp Jessen holen Refinery29-Chefin ins Team: Nora Beckershaus wird CIO

Holen sich Nora Beckershaus als Verstärkung: Kai Diekmann (l.) und Philipp Jessen
Holen sich Nora Beckershaus als Verstärkung: Kai Diekmann (l.) und Philipp Jessen

Das Startup ohne Namen bekommt Zuwachs: Nora Beckershaus, Director Operations & Growth beim deutschen Ableger von Refinery29, wechselt ihren Arbeitgeber und heuert im Team um Philipp Jessen, Ex-Chef von stern.de, und Ex-Bild-Herausgeber Kai Diekmann an. Die beiden bauen derzeit gemeinsam mit Event-Manager Michael Mronz eine Agentur für Social-Media-PR und -Marketing auf, in der Beckershaus die Rolle als Chief Innovation Officer übernehmen soll.

Anzeige
Anzeige

Bislang macht das Gründer-Trio um sein Startup ein größtmögliches Geheimnis. Dass sie überhaupt eine gemeinsame Unternehmung planen, ist erst durch die Berichterstattung von MEEDIA im vergangenen September öffentlich geworden. In dem Artikel hatte es geheißen, dass Diekmann, Jessen und Mronz „eine Art Agentur planen, die angeblich auch redaktionelle Dienstleistungen anbieten will. Als Auftraggeber habe man Prominente, Marken sowie Influencer im Visier. Angeblich zielt die Geschäftsidee vor allem auf Dienstleistungen rund um Internet und Social Media-Plattformen ab, möglicherweise geht es um eine PR-Agentur ganz neuen Zuschnitts.“ Auch einen Namen für das neue Unternehmen haben sie noch nicht kommuniziert.

Mit Beckershaus jedenfalls haben sich die Gründer eine Managerin an Bord geholt, die bereits einige Erfahrungen im Segment der so genannten Homeless Media, also Medien, die viel oder komplett auf fremden Plattformen veröffentlichen, sowie im Aufbau von Plattformen gesammelt hat. Im März vergangenen Jahres wurde sie Teil des Management Bords des deutschen Ablegers von Refinery29 und ist seitdem für das Wachstum des auf eine junge Zielgruppe ausgerichteten Portals verantwortlich. Refinery29 wurde in Großbritannien vom Deutschen Philippe von Borries gegründet und zählt zu einem der erfolgreichsten Medien-Startups weltweit.

Anzeige

Über den Erfolg der deutschen Schwester lassen sich zumindest auf Grundlage der IVW keine Aussagen treffen, da die Website nicht gelistet ist. Laut Similarweb hat refinery29.de ungefähr 400.000 bis 500.000 Visits pro Monat – wobei diese Zahlen nicht standardisiert erhoben werden. Mit Blick auf die sozialen Netzwerke hat Refinery monatlich etwa zehn bis 15 Stories, die über 100 Interaktionen einsammeln. Mehr als 1.000 gab es im bisherigen Jahr für etwa zehn Artikel. Die erfolgreichsten waren dabei Geschichten mit Headlines wie „19 Sätze, die Männer allen ernstes während der Geburt zu ihren Frauen gesagt haben“ (4.900 Interaktionen), eine Fotoserie darüber, „wie sehr Frauen ihre Körper quälen, um beim ersten Date sexy auszusehen“ (3.900 Interaktionen), eine Geschichte über Gebäck in Einhorn-Form (3.400) oder „Niemand versteht, dass du diese sieben Dinge wegen deiner Depression tust“ (2.600).

Vor ihrer Tätigkeit für Refinery29 war Beckershaus für den Aufbau des von Axel Springer ins Leben gerufene Millennial-Portal Celepedia verantwortlich, das der Verlag im November vergangenen Jahres aufgrund seiner wirtschaftlichen Erfolglosigkeit eingestellt hatte. Davor arbeitete sie unter anderem für Bild aber auch Bauer und Burda.

 

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige