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#FactsFirst-Kampagne: CNN stichelt in einer neuen Werbung gegen Donald Trump, ohne ihn zu nennen

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CNN neue Werbung macht klar: Dies ist tatsächlich ein Apfel. / Screenshot: © CNN / Twitter

Donald Trump und die Medien – das Duell wird praktisch täglich aufs Neue ausgefochten. Während der amtierende US-Präsident nicht müde wird, etablierte US-Medien wie New York Times, Washington Post oder CNN als "Fake News" zu beschimpfen, kontern die Traditionsmedien mit gezielten Kampagnen, die den Finger in die Wunde legen, ohne den US-Präsidenten beim Namen zu nennen. Nachdem sich die New York Times zu Jahresbeginn im Spot "The Truth" auf die Suche nach der Wahrheit begab, entlarvt CNN in #FactsFirst, wie schnell Fakten verdreht werden können.

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Das berühmte Kunstwerk von René Magritte hat bis heute nichts an Faszination eingebüßt. „Ceci n’est pas une pomme“ (deutsch: Dies hier ist kein Apfel) lautet eines von Magrittes bekanntesten Bildern, das bekanntermaßen genau das zeigt: einen Apfel.

CNN nimmt die historische Anleihe in einer neuen TV-Werbung im Rahmen seiner #FactsFirst-Kampagne auf und dreht den Spieß um. „Dies ist ein Apfel“, sagt eine Stimme aus dem Off zu einem Apfel. Magritte wollte demonstrieren, dass selbst die realistischste Abbildung eines Objekts nicht mit dem Objekt selbst identisch ist. CNNs Ansatz ist einfacher: Dem US-Nachrichtensender geht es darum zu zeigen, was stimmt – was nicht.

Warum dies nötig geworden ist, ist im Zeitalter von Donald Trump schnell erklärt. Immer wieder bezichtigt der US-Präsident CNN wie auch andere US-Medien, „Fake News“ zu verbreiten, selbst wenn sie bewiesen worden sind.

Trumps Taktik ist im US-Wahlkampf, vor allem aber nach der historischen US-Wahl, viel diskutiert worden: Wie dehnbar ist der Wahrheitsbegriff am Ende? Die New York Times widmete der Suche nach der Wahrheit im Februar zum Super Bowl den vielsagenden TV-Spot „The Truth is…“

In die gleiche Kerbe schlägt nun CNN mit seiner Apfel-Werbung. „Dies ist ein Apfel. Einige Leuten mögen dir erzählen, es sei eine Banane. Sie mögen immer wieder Banane, Banane, Banane schreien. Sie mögen BANANE in Großbuchstaben schreiben. Ihr fangt vielleicht sogar an zu glauben, dass dies eine Banane ist. Ist es aber nicht. Es ist ein Apfel“, lautet der Text des 30-sekündigen TV-Spots von CNN, der offenkundig auf Trumps rhetorisches Muster der Faktenverdrehung anspielt, ohne den US-Präsidenten beim Namen zu nennen.

Im Social Web erntet CNN für seine FactsFirst-Kampagne viel Zustimmung und Beifall.

Allerdings ließen auch Parodien nicht lange auf sich warten

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