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iPhone X weiter mit Produktionsengpässen – 2018 sollen alle neuen iPhones mit Face ID ausgeliefert werden

Apples neues Flaggschiff-Smartphone: das iPhone X © Apple
Apples neues Flaggschiff-Smartphone: das iPhone X © Apple

Der Countdown für den Verkaufsstart des iPhone X tickt weiter herunter: Heute in drei Wochen werden die ersten Bilder von glücklichen Apple-Kunden um die Welt gehen, die das neue Smartphone-Flaggschiff aus Cupertino ergattert haben. Die meisten iPhone X-Interessenten müssen sich unterdessen wohl auf ein langes Warten einstellen: Wie die Nikkei Times berichtet, hat Apple weiter mit Produktionsengpässen zu kämpfen: Der Punktprojektor im TrueDepth-Kamerasystem wird zum Nadelöhr der komplexen Fertigung.

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Heute in zwei Wochen ist es so weit: Die Vorbestellungsphase für das iPhone X beginnt, eine Woche später – am 3. November – kommt das mit Spannung erwartete neue Apple-Flaggschiff schließlich in den Handel, obwohl die meisten Apple-Fans wegen der aufgestauten Nachfrage wohl bis Anfang 2018 auf ihr Gerät warten müssen.

Der Grund dafür sind anhaltende Produktionsprobleme. Wie die Nikkei Times mit Verweis auf Apples Zuliefererkette bereits Ende September berichtete, wird die Produktion offenbar von der problematischen Implementierung des 3D Sensors zur Gesichtserkennung aufgehalten. Entsprechend hatte sich der Beginn der Massenproduktion um Monate auf Mitte Oktober verschoben.

Nikkei Times: Aktuell werden 400.000 iPhone X pro Woche gefertigt

Doch daraus ist offenbar noch nichts geworden, wie die japanische Wirtschaftszeitung gestern in einem Update berichtete. So könne der für das neue Feature FaceID verwendete Punktprojektor im TrueDepth-Kamerasystem, der bis zu 30.000 Infrarotpunkte auf der Gesichtsoberfläche  projiziert, weiterhin nicht im gewünschten Umfang geliefert werden.

Wie Tech-Analyst Jun Zhang vom Marktforscher Rosenblatt berichtet, könne Apple daher aktuell nicht mehr als 400.000 Geräte seines neuen Smartphone-Flaggschiffs produzieren – pro Woche. Das entspreche zwar einer Anhebung der Produktionskapazitäten von zuletzt 100.000 Einheiten pro Woche um den Faktor vier, würde jedoch mit hochgerechneten 4 Millionen Einheiten bis zum Jahresende nicht annähernd die massive Nachfrage bedienen.

Starke Verknappung bis zum Jahresende erwartet
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Die gute Nachricht für Apple-Fans: Sowohl Jun Zhang als auch der taiwanische Marktforscher Jeff Pu von Yuanta Investment Consulting rechnen damit, dass Apple bald im deutlich größeren Umfang produzieren könne.

Während der Rosenblatt-Analyst Zhang mit 20 Millionen ausgelieferten iPhone X bis Ende des Jahres rechnet, hält Pu gegenüber der Nikkei Times 36 Millionen gefertigte iPhone X bis Ende Dezember für realistisch. In der nächsten Woche sollen die erste Modelle des iPhone X aus den Fabriken von Foxconn an Apple geliefert werden.

Staranalyst Kuo rechnet 2018 bei allen neuen iPhone-Modellen mit Face ID

Im nächsten Jahr könnte die Auswahl an iPhone X-Modellen unterdessen steigen, weil Apple seine iPhone-Produktlinie ausweiten dürfte, wie diese Woche mehrere Medien aus Asien berichteten. Wie das zum Korea Herald gehörende Wirtschaftsportal The Investor bereits Ende September berichtete,  dürfte Apple 2018 ebenfalls ein OLED-Modell mit einer Bildschirmdiagonale von 6,46 Zoll anbieten – offenkundig das iPhone X Plus.

Und nicht nur das: Wie das Wall Street Journal berichtete, könnten auch die Nachfolgemodelle des iPhone 8 dank des LCD-Displays von LG im Randlos-Look ausgeliefert werden.

Es könnte nicht die einzige Änderung bleiben: Wie der notorisch gut vernetzte Tech-Analyst Ming-Chi Kuo in neuer Research-Note, die dem Apple-Blog 9to5Mac vorliegt, prognostiziert, dürften möglicherweise alle neuen iPhones im nächsten Jahr mit dem Gesichtserkennungsfeature Face ID ausgeliefert werden – also auch die Nachfolgemodelle des iPhone 8 und 8 Plus. Kuo rechnet ebenfalls damit, dass Apples Premium-Tablet iPad Pro Face ID erhält.

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