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Für Spekulationen über Ménage-à-trois mit Stefan Mross: Stefanie Hertel und Ehemann Lanny Lanner fordern 15.000 Euro von Klambt

War Teil von Spekulationen über eine Ménage-à-trois mit Ex-Mann Stefan Mross: Stefanie Hertel
War Teil von Spekulationen über eine Ménage-à-trois mit Ex-Mann Stefan Mross: Stefanie Hertel

Schlager-Sängerin Stefanie Hertel, seit 2014 mit Musiker Lanny Lanner verheiratet, pflegt zum Vater ihres Kindes und Ex-Mann Stefan Mross ein gutes Verhältnis, man könnte es auch als eng bezeichnen. Die Zeitschrift Die 2, die in der Mediengruppe Klambt erscheint, nahm das zum Anlass für Spekulationen, die deutlich darüber hinaus gehen. Dafür will das Ehepaar nun 15.000 Euro sehen – die wird es voraussichtlich aber nicht geben.

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„Ehe zu dritt? Sie leben wie eine Familie“. So lautete die Zeile eines Titels der Zeitschrift Die 2, die im August vergangenen Jahres erschienen war. Auf Seite 1 zeigte die Redaktion ein Foto des bekannten Trompeters und Moderators Stefan Mross. In der Geschichte geht es um ihn und seine Beziehung zu Ehefrau Stefanie Hertel und ihren neuen Ehemann Lanny Lanner. Letztere wollen für die Geschichte Geld sehen. Vor dem Landgericht in Hamburg fordert das Ehepaar 15.000 Euro Geldentschädigung (Az. 324 O 201/17) – für Spekulationen, die über ein gutes Verhältnis hinaus gehen.

Denn Die 2 legte nahe, das Paar und Mross in einer Ménage-à-trois leben würden. So zeigten sich Hertel und Mross oft gemeinsam in der Öffentlichkeit und verhielten sich dabei „wie ein Paar“. Die Zeitschrift stellte die Fragen, ob Hertel morgens „den einen“ und „abends den anderen“ habe, ob ein „intimes Arrangement“ getroffen worden sei.

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Für die Kläger geht der Bericht über die Grenzen des Erträglichen hinaus, sie sehen ihre Persönlichkeitsrechte schwer verletzt. Und die Richter der Pressekammer am Landgericht in Hamburg geben ihnen Recht. In der mündlichen Verhandlung am Freitag gab die Kammer zu erkennen, ein Eingriff anzuerkennen. Das ist Grundvoraussetzung für eine Geldentschädigung.

Das Gericht ließ die Ausführungen der Gegenseite nicht gelten. Klambt hatte argumentiert, lediglich Fragen aufzuwerfen, die anschließend sogar beantwortet worden seien. Gegen Ende des Artikels hatte Die Zwei aufgeklärt, dass die vorangegangenen Spekulationen nicht zutreffen. Die Kammer jedoch merkte an, dass die Fragen und Spekulationen mit deutlichen Äußerungen angereichert worden seien. So habe das Magazin mit Sätzen wie „Wir haben sie erwischt“ vermittelt, die Protagonisten bei etwas Verbotenem ertappt zu haben.

Die Richter machten jedoch auch deutlich, die Höhe der geforderten Geldsumme abzulehnen. Generell komme nur Stefanie Hertel für eine Geldentschädigung infrage. Ehemann Lanner sei zwar auch betroffen, habe aber nicht im Zentrum der Berichterstattung gestanden. Eine Summe deutete die Kammer nur widerwillig an. Sollten sich die Parteien nicht außergerichtlich einigen, könnte das Gericht am Ende 5.000 Euro Entschädigung ausurteilen. Dass man die eigenen Spekulationen am Ende wieder eingefangen hat, sei dabei bereits mildernd berücksichtigt. Ein Urteil wird für den 24. November erwartet.

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