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Trend-Beruf Influencer: Mit diesem Job lassen sich über 100.000 Euro verdienen – pro Posting

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Es ist einfach, sich über Influencer lustig zu machen. Tatsächlich ist der Aufbau und die Pflege eine entsprechenden Community bei Instagram, Facebook oder YouTube harte Arbeit. Professionelles Werbe-Testimonial in Social Networks, ist längst ein ernsthafter Job, bei dem man bis zu 100.000 Euro verdienen kann - pro Posting. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Trend-Job Influencer.

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Wie viel verdienen Influencer?

In Sachen Verdienstmöglichkeiten und Influencer-Werbung kursieren jede Menge Zahlen. Über Caroline Daur schrieb das Manager Magazin erst kürzlich, dass man ihr jährliches Einkommen auf rund eine Million Euro schätzen würde. Die Computer Bild nennt als Richtwert, dass bei 10.000 Instagram-Followern Einnahmen von bis zu 5.000 Dollar pro Posting möglich seien. Bei 500.000 YouTube-Abonnenten liege der Wert eines Werbeeinsatzes bereits bei bis zu 25.000 US-Dollar und für Profis mit über einer Million Facebook-Fans sind durchaus bis zu 125.000 Dollar pro Posting drin.

Eine #INREACH- Umfrage unter deutschen Influencern hat allerdings ergeben, dass die tatsächlich erzielten Honorare bei durchschnittlich  600 Euro pro Post liegen. Die Macher fragten auch, welchen Preis die Werbe-Profis als fair ansehen würden. Hier lag der Betrag bei  850 Euro je Post.

Wie wird man Influencer?

Wie es sich hierzulande gehört, gibt es selbst für Influencer mittlerweile eine ordentliche Ausbildung. So öffnete in Berlin gerade die erste Influencer Marketing Akademie ihre Pforten. Ziel des Angebotes ist es, sowohl angehenden Werbe-Profis, wie auch Unternehmen das entsprechende Know-How zu vermitteln. Die Preise für den Workshop “Als Blogger & YouTube-Star den eigenen Erfolg planbar machen” liegen dabei zwischen 243,91 Euro – 336,62 Euro.

Grundsätzlich geht es natürlich erst einmal darum, in einem oder mehreren Social-Networks aktiv und erfolgreich zu werden. Nur wer mit potentiell interessanten Inhalten, möglichst viele Menschen erreicht, wird dann auch als Testimonal für die Werbe-Wirtschaft interessant.

Das Wichtigste dabei ist nach Einschätzung der meisten Experten, dass man erst einmal seine Nische finden und in dieser ein beachtetes und geschätztes Mitglied der jeweiligen Community wird. Das kann unter Strick-Freunden, Fashion-Fans oder unter Auto-Schraubern sein.

Wie viele Follower braucht man, um als Influencer durchzustarten?

Die Einstiegshürde ist bei der Anzahl der Follower ist gar nicht so hoch. So reichen bei Instagram beispielsweise bereits 1.000 Follower, um als Testimonial für bestimmte Kampagnen interessant zu werden. Viel wichtiger ist, dass man eine klare Nischen-Zielgruppe anspricht. In ihr braucht man eine entsprechende Reputation.

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Bekommen Influencer ihr Geld fürs Nichtstun?

Nein, sagt Katharina Hölter. Provokant fragt sie: “Was leisten denn Models wie Kate Moss oder Gigi Hadid? Oder Moderatoren wie Joko und Klaas? Oder Schauspielern wie Elyas M’Barek? Es geht bei all diesen Berufen um Unterhaltung – und Influencer gehören zu dieser Branche jetzt dazu.”

Sehen Influencer ihr Beschäftigung selbst als Beruf oder als Hobby?

64 Prozent aller Influencer sehen die Beschäftigung mit ihren Social-Media-Profilen sowie die Produktion neuer Inhalte, als Vollzeitjob. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von indaHash mit über 2.000 Teilnehmern. Die Studie zeigte auch, dass 87 Prozent bei ihrer Positionierung möglichst professionell und strukturiert vorgehen. So achten sie auf ihr Image und ob Inhalte auch tatsächlich zu ihnen passen. Auch interessant: 77 Prozent aller Influencer sehen sich längst in einem Wettbewerb mit traditionellen Medienangeboten, wie Online-Portalen, Magazinen oder Fernsehen.

Welche Agenturen gibt es, die den Influencer-Hype organisieren?

Das beste Zeichen, dass  das Geschäft mit den Social-Media-Werbe-Testimonials mittlerweile ein echtes Business ist, ist der Umstand, dass sich längst eine Vielzahl von Agenturen darum kümmert, die Werbeträger zu vermarkten und zu positionieren. Die Player treten dabei nicht unähnlich wie Model-Agenturen auf. Eine Liste der wichtiger Spezialisten gibt es hier.

Mit wie viel Spott und Vorurteilen müssen Influencer leben?

Einen Teil seiner Attraktivität zieht der Job Influencer aus dem Umstand, dass viele ältere Menschen ihn nicht verstehen. Damit wird die Sache für jüngere gleich mal viel interessanter. Ein wunderbares Beispiel für ein tiefes Unverständnis lieferte gerade erst der Schauspieler Elyas M’Barek. Der “Fack Ju Göhte”-Star postete ein Selfie mit Caro Daur auf Instagram und schrieb dazu: „Hab sie nach ihrem Beruf gefragt, sie hatte keine Antwort“. Später löschte der Schauspieler das Posting allerdings wieder.

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