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Apple im Krisenmodus: Immer mehr Fälle von aufgeblähten iPhone 8 Plus-Geräten werden bekannt

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Das neue iPhone 8 Plus und iPhone 8 © Apple

Braut sich für Apple ein Note 7-ähnliches Fiasko zusammen? Kaum ist das iPhone 8 Plus auf dem Markt, mehren sich die Klagen über einen Defekt, der offenkundig durch den Akku verursacht wird. Die Folge: Das neue 5,5 Zoll große Apple-Smartphone bläht sich bei der Ladung oder bereits bei Auslieferung an den Kunden auf. Nachdem wenige Tage nach dem Verkaufsstart erste Nutzer in Asien über den Defekt geklagt hatten, sind am Wochenende neue Fälle von aufgeblähten iPhone 8 Plus bekannt geworden – von Kanada über Griechenland bis erneut nach China.

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Die Vorfälle reißen nicht ab. Wenige Tage nach dem Verkaufsstart des iPhone 8 und 8 Plus kursierten in Asien Bilder von den neuen Apple-Smartphones, die den Techpionier aus Cupertino schlecht aussehen ließen, weil sie an Samsungs Akku-Probleme mit dem Note 7 im Vorjahr erinnerten.

Eine Nutzerin aus Taiwan klagte gegenüber Apple Daily, dass sich das iPhone 8 Plus nach der Ladung mit dem von Apple mitgelieferten Netzteil seltsam aufgebläht habe.  Nach wenigen Tagen sei das Display dann sogar aus dem Gehäuse geplatzt. Auch in Japan klagte ein Nutzer über einen ähnlichen Fall: Hier habe sich das iPhone bereits nach dem Kauf im aufgeblähten Zustand befunden. Der iPhone 8 Plus-Besitzer dokumentierte den Vorfall mit Fotos auf Twitter.

Apple erklärte in einem Statement Anfang Oktober, man werde die Fälle untersuchen. Während Apple sich seitdem weiter in Schweigen hüllt,  sind jedoch weitere Fälle bekannt geworden.

„Splitgate“: Neue Fälle des aufgeblähten iPhone 8 Plus werden bekannt

Wie das Apple-Blog MacRumors in der vergangenen Woche berichtete, haben ein Käufer des iPhone 8 Plus in Toronto, Kanada, sowie eine Kunde in Griechenland die gleichen Probleme mit einem aufgeblähten, brandneuen 5,5-Zoll-Smartphone von Apple.  Zudem wurde ein weiter Fall in Hongkong bekannt.

Und damit nicht genug: Wie der Daily Mirror heute mit Verweis auf chinesische Medien berichtet, ist auch bei einem Apple-Kunden in Guangzhou, China, das iPhone 8 Plus aufgeplatzt. In den letzten 24 Stunden kam zudem ein weiterer Fall aus Italien hinzu. In den sozialen Medien machen Apples Akku-Aufblähungen bereits unter dem Namen „Splitgate“ die Runde.

Apple-Führung im Krisenmodus

Die Parallelen zu Samsungs Note 7-Debakel, bei dem zunächst auch erst vereinzelte Geräte betroffen waren, drängen sich damit weiter auf. Problematisch für Apple: Wie der taiwanische Fernsehsender Formosa TV in vorvergangenen Woche berichtete, hat der wertvollste Konzern der Welt im 5,5 Zoll großen iPhone 8 Plus, das einen deutlich größeren Akku als das 4,7 Zoll große iPhone 8 benötigt, teilweise Batterien des chinesischen Zulieferers Amperex Technology Limited (ATL) verwendet, der im vergangenen Jahr in Samsungs Note 7-Gate verwickelt war.

Wie der Analyst Sam Jaffe von Cairn Energy Research Advisors gegenüber dem Techportal The Verge am Wochenende erklärte, dürfte sich Apples Führungsstab angesichts des Splitgates „im Krisenmodus“ befinden. „Aufblähungen sind sehr ungewöhnlich für brandneue Batterien, was den Schluss zulässt, dass es etwas fundamental nicht mit der Batterie stimmt“, erklärte Jaffe dem Techportal.

Lange Historie von problematischen Produktlaunches

Apple kann die zusätzliche Negativ-PR beim iPhone 8 / Plus so gar nicht gebrauchen. Die beiden neusten iPhones hatten Kritiker im Vorfeld weitgehend enttäuscht und weitaus weniger Kunden am Erstverkaufstag in die Apple Stores gelockt als gewöhnlich

Probleme bei Produktlaunches sind für Apple unterdessen nichts Neues. Tatsächlich verfügt der wertvollste Konzern der Welt über eine lange Historie mit technischen Beeinträchtigungen bei neuen Produkten.

2010 überschatteten Empfangsprobleme (das legendäre „Antennagate“) den iPhone 4-Launch, zwei Jahre später verdarb der neu eingeführte Kartendienst Maps, der als Teil von iOS 6 alle iPhones betraf, dem neuen iPhone 5 bessere PR, wieder zwei Jahre später sorgte das iPhone 6 wenige Tage nach dem Launch mit dem „Bendgate“ (leichte Biegbarkeit der dünnen, neuen iPhones) für Negativschlagzeilen.

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